Munster startet einzigartiges Integrationsprojekt für Geflüchtete mit über zehn Partnern
Klaus-Michael JopichMunster startet einzigartiges Integrationsprojekt für Geflüchtete mit über zehn Partnern
Großes Integrationsprojekt in Munster vereint über zehn Einrichtungen zur Unterstützung von Geflüchteten
Das „Modellprojekt für Integration“ in Munster hat seit Oktober 2024 bereits mehr als 600 Menschen erreicht und bringt über zehn Institutionen zusammen. Im Mittelpunkt steht die Begleitung von Bewohnern der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) bei der Eingewöhnung in das Leben in Deutschland.
Die Initiative, die im Landesaufnahmezentrum für Geflüchtete in Munster angesiedelt ist, wurde von der Bezirksregierung Münster ins Leben gerufen. Ziel ist es, den ZUE-Bewohnern dabei zu helfen, Sprachbarrieren zu überwinden und deutsche Werte, demokratische Grundsätze sowie soziale Normen kennenzulernen.
Ein zentraler Baustein des Projekts ist die Zusammenarbeit mit der Polizei Münster, die Geflüchteten die Arbeit der deutschen Polizei näherbringt. Dadurch sollen Vertrauen aufgebaut und die Gesetze des Landes verständlich gemacht werden. Polizeipäsidentin Alexandra Dorndorf bestätigte, dass alle geplanten Maßnahmen der Partner erfolgreich umgesetzt werden.
Am 30. August 2025 fanden im Rahmen des Projekts zwei große Veranstaltungen statt: Der Bezirksrat Gremmendorf organisierte eine Möbelwerkstatt, in der ZUE-Bewohner und Ehrenamtliche gemeinsam Gegenstände für das York-Viertel fertigten. Gleichzeitig richtete der SC Gremmendorf ein Fußballturnier aus, an dem die „ZUE Allstars“ – ein Team aus ZUE-Bewohnern – teilnahmen.
Wie Regierungspräsident Andreas Bothe berichtete, hat das Projekt in seinen ersten zehn Monaten zahlreiche Begegnungsmöglichkeiten geschaffen. Die Möbelwerkstatt und das Fußballturnier sind Teil der laufenden Bemühungen, die Integration zu fördern. Solche Aktivitäten bieten Geflüchteten konkrete Wege, sich in ihrer neuen Gemeinschaft einzubringen.






