25 June 2026, 18:15

Netzausbau für erneuerbare Energien: Wie Milliardenkosten gespart werden können

EWI: ├ťberdimensionierung von netzanbindungen mit photovoltaik und windenergie reduziert netzausbaukosten um bis zu 1,8 mrd. euro jährlich

Netzausbau für erneuerbare Energien: Wie Milliardenkosten gespart werden können

Netzbetreiber stehen unter wachsendem Druck, Stromleitungen auszubauen, da die Anzahl der Anschlüsse für erneuerbare Energien steigt. Ein neues Dashboard bietet nun regionale Prognosen zur Solarstromerzeugung für alle Schweizer Solaranlagen und unterstützt so die Bewältigung dieser Herausforderung. Gleichzeitig schlagen Forscher Lösungen vor, um die hohen Kosten des Netzausbaus zu senken.

Das Energiewirtschaftliche Institut (EWI) an der Universität zu Köln hat die finanziellen Belastungen des Netzausbaus analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Kosten stark variieren – je nach Region zwischen 61 und 180 Euro pro Kilowatt. Bis 2045 könnten für den Ausbau der Verteilnetze durchschnittlich 350 Milliarden Euro investiert werden müssen, vor allem getrieben durch den steigenden Einspeisebedarf erneuerbarer Energien.

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Das EWI schlägt vor, Solar- und Windkraftanlagen an gemeinsamen Netzanschlusspunkten zu bündeln. Dies könnte die Ausbaukosten um 1,8 Milliarden Euro pro Jahr reduzieren. Da Solar- und Windstromspitzen selten gleichzeitig auftreten, würde eine gemeinsame Nutzung die durchschnittliche Auslastung der Netze verbessern. Allerdings könnte dies häufiger zu Einspeisebegrenzungen führen.

Zudem empfiehlt das Institut den Einsatz von Batteriespeichern hinter den Netzanschlusspunkten, um Energieverluste zu minimieren und die Notwendigkeit von Abregelungen zu verringern. Trotz der Vorteile warnt das EWI jedoch, dass die aktuellen Anreize zur Optimierung von Netzanschlüssen unzureichend sind und zu Wohlfahrtsverlusten führen könnten. Gemeinsame Anschlüsse, die gelegentlich Abregelungen erfordern, würden dennoch einen Nettoeffizienzgewinn von 800 Millionen Euro pro Jahr bringen.

Die Studie zeigt, dass durch intelligentere Netzanschlüsse erhebliche Kosteneinsparungen möglich sind. Die räumliche Bündelung erneuerbarer Anlagen und der Einsatz von Speichersystemen könnten die finanzielle Belastung der Netzbetreiber verringern und helfen, die nachfrage nach neuen Stromleitungen effizienter zu steuern.

Quelle