24 January 2026, 00:39

Neue Bodenaufbereitungsanlage in Herzebrock-Clarholz revolutioniert Recycling von belasteten Böden

Ein großer Aushub mit Erde, umgeben von Bäumen, Pflanzen, Gras, einem Zaun, einer Abdeckung und einer Wand, mit Tafeln mit Text, Rohren und verstreuten Gegenständen.

Neue Bodenaufbereitungsanlage in Herzebrock-Clarholz revolutioniert Recycling von belasteten Böden

In Herzebrock-Clarholz entsteht eine neue Bodenaufbereitungsanlage – ein bedeutender Ausbau für die Landwehr Bauschuttdepot GmbH & Co. KG. Die Anlage, deren Inbetriebnahme für Dezember 2025 geplant ist, wird stark belastete mineralische Böden verarbeiten und in wiederverwendbare Baustoffe umwandeln.

Die Einrichtung ist eine Tochtergesellschaft der Johannes Landwehr Abbruchunternehmen GmbH und umfasst 5.000 Quadratmeter Fläche, zusätzlich zu einem 4.000 Quadratmeter großen Lagerbereich für den aufbereiteten Boden. Sie wird Böden bis zur Belastungsklasse BM-F3 behandeln – die höchste in Deutschland für eine Wiederverwendung zulässige Stufe. Die Materialien stammen aus Abbruch-, Aushub-, Tiefbau- und Straßeninstandhaltungsprojekten.

Die H. Führ GmbH zeichnete für die Konzeptentwicklung, Verfahrenstechnik und Fertigung verantwortlich, während die Binder+Co Group den Anlagenbau übernahm. Das System nutzt 500 Kubikmeter Wasser, das kontinuierlich gefiltert und im Kreislauf geführt wird. Nach der Inbetriebnahme wird die Anlage sechs verschiedene Materialien produzieren: zwei Sandsorten und vier Gesteinskörnungen für den Hoch- und Erdbau. Das Genehmigungsverfahren wurde in enger Abstimmung mit den Behörden des Kreises Gütersloh durchgeführt, um die Einhaltung aller Vorschriften zu gewährleisten. Mit der Investition will das Unternehmen die Abhängigkeit von primären Rohstoffen verringern und die nachhaltige Recyclingkapazität ausbauen.

Die Anlage nimmt Ende 2025 den Betrieb auf und verarbeitet belastete Böden zu zertifizierten Baustoffen. Durch die Wiederverwertung von Materialien, die sonst als Abfall enden würden, unterstützt das Werk sowohl Umweltziele als auch den Bedarf an hochwertigen Baumaterialien.