Neue Leitlinien: Warum der PSA-Test Männerleben vor Prostatakrebs retten kann
Martina SieringWann sollten Sie dringend einen Urologen aufsuchen - Neue Leitlinien: Warum der PSA-Test Männerleben vor Prostatakrebs retten kann
Prostatakrebs bleibt die häufigste Krebserkrankung bei Männern und ist gleichzeitig die zweit tödlichste. Dennoch lassen sich nur wenige Männer regelmäßig vom Urologen auf Frühzeichen untersuchen. Neue Leitlinien empfehlen nun den PSA-Bluttest als Hauptmethode der Vorsorge – anstelle älterer Verfahren wie der körperlichen Untersuchung.
Ärzte raten Männern, sich ab Mitte 40 erstmals einem PSA-Test zu unterziehen. Dieser dient als Referenzwert und hilft, das individuelle Risiko einzuschätzen. Werte von 1,5 oder darunter bedeuten eine erneute Untersuchung nach fünf Jahren, während Ergebnisse zwischen 1,5 und 3 alle zwei Jahre kontrolliert werden sollten. Ein Wert über 3 oder ein starker Anstieg kann auf Prostatakrebs hindeuten.
Viele Männer meiden Vorsorgeuntersuchungen aus Unbehagen vor der digitalen rektalen Untersuchung. Doch PSA-Tests, für die nur eine Blutprobe nötig ist, gelten inzwischen als bevorzugte Methode. Trotzdem suchen laut Deutscher Krebshilfe lediglich 17 Prozent der Männer regelmäßig einen Urologen auf.
Früherkennung ist entscheidend, da Tumore in Prostata, Hoden, Blase oder Nieren oft erst im fortgeschrittenen Stadium Symptome zeigen. 2023 wurden in Deutschland 79.600 neue Prostatakrebsfälle registriert. Wie viele Männer sich im selben Jahr einem PSA-Test unterzogen, ist jedoch nicht genau erfasst.
Der Wechsel zur PSA-Testung soll die Prostatakrebsvorsorge einfacher und zugänglicher machen. Durch Früherkennung kann die Behandlung beginnen, bevor Beschwerden auftreten. Gesundheitsexperten betonen weiterhin, wie wichtig regelmäßige urologische Kontrollen für Männer sind.






