Neuer Polizeibeirat in Wuppertal startet mit klaren Zielen und einzigartigem Modell
Hans-Gerd JunkNeuer Polizeibeirat in Wuppertal startet mit klaren Zielen und einzigartigem Modell
Neuer Polizeibeirat für die Kreispolizeibehörde Wuppertal nimmt offiziell seine Arbeit auf
Der neu gegründete Polizeibeirat der Kreispolizeibehörde Wuppertal hat seine Tätigkeit aufgenommen. Am 17. März 2026 kam das Gremium zu seiner ersten Sitzung zusammen – ein wichtiger Schritt für die Zusammenarbeit zwischen Polizei und lokaler Bevölkerung. Seine Aufgabe besteht darin, die Lücke zwischen Bürgerinnen und Bürgern, kommunalen Verantwortungsträgern und den Sicherheitsbehörden in Wuppertal, Remscheid und Solingen zu schließen.
Der Beirat setzt sich aus elf Mitgliedern zusammen, die von den Stadträten Wuppertals, Remscheids und Solingens ernannt wurden. Zu ihren Aufgaben gehört es, die Polizeipäsidentin in Fragen der Gemeinschaftsarbeit und lokaler Verwaltungsangelegenheiten zu beraten. Zudem müssen sie bei grundlegenden Entscheidungen konsultiert werden – etwa bei der Einrichtung sozialer Dienste, der Planung von Infrastrukturprojekten oder der Eröffnung und Schließung von Polizeidienststellen.
Während der konstituierenden Sitzung wurde Hans-Hermann Lücke aus Wuppertal zum Vorsitzenden des Gremiums gewählt. Der Beirat soll das Vertrauen zwischen Bevölkerung und Polizei stärken und gleichzeitig Anliegen sowie Kritik der Bürgerinnen und Bürger an die Behörden weiterleiten.
Stand März 2026 hat keine andere Stadt oder Kommune in Nordrhein-Westfalen dem Beispiel Wuppertals gefolgt und ähnliche Gremien eingerichtet. Die Initiative bleibt damit einzigartig, seit das Modell nach den Kommunalwahlen im September 2025 eingeführt wurde.
Der Beirat fungiert nun als offizielle Schnittstelle zwischen den Gemeinden und der Polizei in der Region. Seine Empfehlungen werden künftige Entscheidungen in den Bereichen Polizeiarbeit und öffentliche Dienstleistungen prägen. Die weiteren Schritte hängen davon ab, wie effektiv es dem Gremium gelingt, die Stimmen der Bevölkerung an die Polizeibehörde heranzutragen.






