Neuer Präsident für das Oberverwaltungsgericht Münster nach jahrelanger Vakanz ernannt
Klaus-Michael JopichNach Machtkampf um OVG-Spitze: Günther offiziell im Amt - Neuer Präsident für das Oberverwaltungsgericht Münster nach jahrelanger Vakanz ernannt
Carsten Günther hat offiziell das Amt des Präsidenten des Oberverwaltungsgerichts Münster übernommen. Seine Ernennung beendete eine vierjährige Vakanz, die durch den Ruhestand von Ricarda Brandts im Jahr 2021 entstand. Der Prozess verzögerte sich aufgrund eines langwierigen Streits, der mehrere Gerichte und eine parlamentarische Anfrage einbezog.
Günthers juristische Laufbahn begann am Verwaltungsgericht Köln. Später wirkte er von 2009 bis 2013 als Richter am Oberverwaltungsgericht Münster. Zu seinen Erfahrungen zählen auch Abordnungen ins Bundesjustizministerium und ins Justizministerium von Nordrhein-Westfalen.
Bevor er seine neue Position antrat, war er als Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht Düsseldorf und am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig tätig. Die Leitung des Münsteraner Gerichts übernahm er bereits im vergangenen Sommer, doch die formelle Amtseinführung erfolgte erst später. Justizminister Benjamin Limbach ernannte ihn im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung offiziell.
Während der Vakanz wurde das Gericht von zwei Vizepräsidenten geführt. Sie bearbeiteten bedeutende Fälle, darunter die rechtliche Auseinandersetzung um die Einstufung der AfD als Partei.
Die Ernennung Güthers schließt eine lang anhaltende Führungslücke am Oberverwaltungsgericht Münster. Günther leitet nun eine der wichtigsten Verwaltungsgerichtsbehörden Deutschlands. Seine umfangreiche Erfahrung in hochrangigen juristischen Positionen wird voraussichtlich die künftige Arbeit des Gerichts prägen.






