Neues Kinderschutz-Netzwerk im Kreis Viersen startet mit klaren Zielen
Martina SieringNeues Kinderschutz-Netzwerk im Kreis Viersen startet mit klaren Zielen
Neues Netzwerk für besseren Kinderschutz im Kreis Viersen gestartet
Im Kreis Viersen hat eine neue Initiative zur Verbesserung des Kinderschutzes ihre Arbeit aufgenommen: das Interdisziplinäre Kinderschutz-Netzwerk (NiK). Es vernetzt lokale Behörden und Organisationen, um schneller auf Gefährdungen von Kindern reagieren zu können. Das Projekt setzt das aktualisierte Landeskinderschutzgesetz Nordrhein-Westfalens um, das eine engere Zusammenarbeit der zuständigen Stellen vorschreibt.
Das Netzwerk bildet eine ständige Planungsgruppe, die in allen fünf Kommunen des Kreises tätig ist. Die Jugendämter in Viersen, Kempen, Nettetal, Tönisvorst und Willich haben eine gemeinsame Vereinbarung unterzeichnet, um ihre Abläufe bei Kindeswohlgefährdungen zu beschleunigen und die Abstimmung zwischen Fachkräften zu verbessern. Ziel ist es, Verzögerungen zu vermeiden und eine bessere Koordination zu gewährleisten.
Bei der Auftaktveranstaltung betonte Markus Kalt, Leiter des Jugendamts des Kreises Viersen, dass Kinderschutz eine gemeinsame Aufgabe sei. Das NiK fördere eine Kultur der Zusammenarbeit, die über übliche fachliche und kommunale Grenzen hinausgehe. Zudem sollen Partnerschaften mit Schulen, Gesundheitsdiensten und anderen zentralen Akteuren ausgebaut werden, um gefährdete Kinder noch besser zu unterstützen.
Das NiK-Netzwerk ist nun als formale Struktur nach dem Landeskinderschutzgesetz verankert. Die Planungsgruppe und die einheitlichen Vereinbarungen sollen dazu beitragen, bei akuten Gefährdungslagen schneller handeln zu können. Die lokalen Behörden werden auch künftig mit externen Partnern zusammenarbeiten, um im gesamten Kreisgebiet ein reaktionsfähigeres System aufzubauen.