NRW 2025: Rechtsextreme Straftaten erreichen traurigen Höchststand seit 2001
Martina SieringNRW 2025: Rechtsextreme Straftaten erreichen traurigen Höchststand seit 2001
Nordrhein-Westfalen (NRW) verzeichnete 2025 einen deutlichen Anstieg rechtsextremer Straftaten – die Zahlen erreichten den höchsten Stand seit 2001. Neue Daten zeigen einen Anstieg solcher Delikte um 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders besorgniserregend sind die starken Zunahmen bei gewalttätigen Übergriffen und Hasskriminalität gegen bestimmte Gruppen.
Die Gesamtzahl rechtsextremer Straftaten in NRW stieg von 5.641 im Jahr 2024 auf 6.268 im Jahr 2025 – der höchste Jahreswert seit mehr als zwei Jahrzehnten. Im Schnitt wurden täglich 17 solche Taten im gesamten Bundesland registriert.
Gewalttätige rechtsextreme Straftaten nahmen im gleichen Zeitraum um 24 Prozent zu. Antisemitische Vorfälle stiegen um 13 Prozent, während hassmotivierte Angriffe gegen Roma um 47 Prozent anwuchsen. Straftaten, die sich gegen Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung richteten, verzeichneten einen Anstieg um 27 Prozent.
In Mönchengladbach verdoppelten sich rechtsextreme Delikte nahezu – von 78 im Jahr 2024 auf 139 im Jahr 2025. Die Stadt gehört damit mittlerweile zu den zehn Kommunen in NRW mit den meisten Vorfällen dieser Art. Die grüne Landtagsabgeordnete Lena Zingsheim-Zobel hat die Zunahme an Hasskriminalität dort öffentlich scharf verurteilt.
Die Zahlen für 2025 bestätigen einen alarmierenden Trend in NRW: Rechtsextreme Gewalt und Diskriminierung nehmen in mehreren Kategorien zu. Behörden und lokale Verantwortliche stehen nun unter erhöhtem Druck, der Welle an hassmotivierten Straftaten entgegenzuwirken. Die Daten unterstreichen die Notwendigkeit gezielter Maßnahmen – insbesondere in betroffenen Regionen wie Mönchengladbach.






