NRW baut Hochtechnologie-Campus für militärische Spitzenforschung und neue Jobs
Klaus-Michael JopichNRW baut Hochtechnologie-Campus für militärische Spitzenforschung und neue Jobs
Nordrhein-Westfalen plant Hochtechnologie-Verteidigungscampus für militärische Forschung und Arbeitsplätze
Nordrhein-Westfalen will einen hochmodernen Verteidigungscampus errichten, um die militärische Forschung zu stärken und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Das Vorhaben folgt einer Absichtserklärung, die auf der Münchner Sicherheitskonferenz mit großen Unternehmen wie Rheinmetall, Mubea und Lockheed Martin unterzeichnet wurde. Mit dem Baubeginn wird noch in diesem Herbst gerechnet, wahrscheinlich im rheinischen Braunkohlerevier.
Der Plan der Landesregierung kommt zu einer Zeit, in der Europa angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine seine Verteidigungsausgaben massiv erhöht. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur erhofft sich von dem Campus eine Stärkung der heimischen Rüstungsindustrie sowie die Ansiedlung innovativer Start-ups. Im Mittelpunkt sollen praxisnahe Militär- und Sicherheitsprojekte für die Bundeswehr und die NATO stehen.
Rheinmetall-Chef Armin Papperger sieht in der Region das Potenzial, sich zu einem führenden europäischen Standort für Verteidigungstechnologie zu entwickeln. Gleichzeitig solle das Projekt durch verbesserte Verteidigungsfähigkeiten auch den Frieden sichern. Bisher haben sich Rheinmetall, Mubea und Lockheed Martin als Partner bestätigt.
Der Campus soll als Vernetzungsplattform dienen und die Zusammenarbeit zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen fördern. Die Verantwortlichen erhoffen sich davon neue Arbeitsplätze und Innovationsschübe für den nordrhein-westfälischen Rüstungssektor.
Der Baustart für das neue Zentrum ist für den Herbst vorgesehen. Die Initiative reiht sich in die europäischen Bestrebungen ein, die Rüstungsproduktion und die sicherheitspolitische Zusammenarbeit auszubauen. Sobald der Campus in Betrieb geht, wird er sich auf die Entwicklung von Technologien für die deutschen Streitkräfte und NATO-Partner konzentrieren.






