NRW baut Ladesäulen aus – doch der Bedarf an E-Auto-Infrastruktur bleibt riesig
Martina SieringAnzahl der Ladepunkte in NRW deutlich gestiegen - NRW baut Ladesäulen aus – doch der Bedarf an E-Auto-Infrastruktur bleibt riesig
Nordrhein-Westfalen verzeichnet stetigen Ausbau öffentlicher Ladesäulen – doch der Bedarf bleibt hoch
In Nordrhein-Westfalen (NRW) ist die Zahl der öffentlichen Ladestationen für Elektroautos im vergangenen Jahr kontinuierlich gestiegen. Die Anzahl dieser Ladepunkte erhöhte sich um 18 Prozent auf knapp 35.300. Trotz dieses Fortschritts hinkt das Land beim Verhältnis von Lademöglichkeiten zu Fahrzeugen im bundesweiten Vergleich hinterher.
Stand 1. Juli kamen in NRW auf jede öffentlich zugängliche Ladesäule durchschnittlich 19,5 Elektrofahrzeuge – ein Wert, der das Land auf den drittletzten Platz unter allen Bundesländern verwies. Innerhalb NRWs schnitt Oberhausen mit 10,2 Fahrzeugen pro Ladepunkt am besten ab, doch bundesweit führte Heilbronn in Baden-Württemberg mit nur 4,8 Fahrzeugen pro Säule.
Auch die gesamte Ladeleistung in NRW stieg um über 11 Prozent, im Schnitt stehen pro Station 38,7 Kilowatt zur Verfügung. Rund 8.300 davon sind Schnellladesäulen, die mehr als 22 Kilowatt Leistung bieten.
VDA-Präsidentin Hildegard Müller wies auf weiterhin bestehende Lücken im deutschen Ladesäulennetz hin. Sie betonte die Notwendigkeit, den Infrastrukturausbau zu beschleunigen, und warnte, dass die jüngste Dynamik nachlasse.
Obwohl NRW sein Ladesäulennetz ausgebaut hat, übersteigt die Nachfrage in vielen Regionen weiterhin das Angebot. Das Verhältnis von Fahrzeugen zu Ladepunkten gehört im Land zu den schlechtesten bundesweit. Branchenvertreter fordern weiterhin eine schnellere Entwicklung, um die wachsende Zahl an Elektroautos zu unterstützen.






