21 February 2026, 08:40

NRW gedenkt sechs Jahre nach dem rassistischen Anschlag in Hanau

Eine Ziegelwand mit einer rechteckigen Plakette, auf der in fetter, weißer Schrift "38. Signalbataillon" steht.

NRW gedenkt sechs Jahre nach dem rassistischen Anschlag in Hanau

In dieser Woche fanden in ganz Nordrhein-Westfalen (NRW) Gedenkveranstaltungen statt, um der Opfer des Hanauer Anschlags zu gedenken. Am 19. Februar 2020 hatte ein rechtsextremer Attentäter bei einem rassistisch motivierten Anschlag neun Menschen getötet, bevor er sich selbst das Leben nahm. Die Tat zählt bis heute zu den schwersten rechtsterroristischen Verbrechen in Deutschland seit Jahrzehnten.

Bei dem Anschlag in Hanau starben in der Nacht der Tat neun Menschen. Ein zehntes Opfer, Ibrahim Akkuş, erlag am 10. Januar 2026 den langfristigen körperlichen und seelischen Folgen seiner Verletzungen. Mit seinem Tod stieg die Zahl der Todesopfer auf zehn.

In Aachen versammelten sich rund 300 Menschen zu einer Kundgebung und einem Marsch, organisiert von linksgerichteten und antifaschistischen Gruppen. Die Veranstaltung begann mit bewegenden Audiobotschaften von Angehörigen der Opfer und endete mit Forderungen nach Konsequenzen. Die Organisatoren betonten die Notwendigkeit, sich an die Seite der Überlebenden und Familien zu stellen, und warnten vor einer weltweiten Rechtsentwicklung.

Fast 1000 Menschen nahmen in Köln an einem Solidaritätsmarsch teil. Unterdessen veranstaltete das Integrationsbüro der Stadt Bochum im Bermudadreieck, dem Ausgehviertel, eine Gedenkfeier. Der Ort wurde bewusst gewählt, um den Kontrast zwischen alltäglicher Lebensfreude und der Tragödie des Anschlags zu verdeutlichen.

Die Studentin Selin Eroglu besuchte eine der Veranstaltungen, um öffentlich gegen Rassismus Stellung zu beziehen.

Die Gedenkfeiern markierten den sechsten Jahrestag des Hanauer Anschlags. In Städten überall in NRW wurde der Opfer gedacht und zu weiterem Engagement gegen Rechtsextremismus aufgerufen. Überlebende und Angehörige erhielten öffentliche Unterstützung, während die Organisatoren zu wachsamer Aufmerksamkeit gegenüber zunehmender politischer Intoleranz mahnten.

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