NRW-Minister steigen trotz E-Auto-Plänen wieder auf Diesel-Dienstwagen um
Klaus-Michael JopichE-Auto weg - Finanzminister fährt wieder Diesel - NRW-Minister steigen trotz E-Auto-Plänen wieder auf Diesel-Dienstwagen um
Mehrere Minister in Nordrhein-Westfalen sind trotz des Vorstoßes für Elektrofahrzeuge wieder auf Diesel-Modelle als Dienstwagen umgestiegen. Die Änderungen erfolgen im Zuge auslaufender Leasingverträge – manche begründen den Wechsel mit praktischen Bedenken hinsichtlich Reichweite und Verfügbarkeit.
Finanzminister Marcus Optendrenk hat kürzlich seinen elektrischen BMW i7 durch einen Diesel-Audi A8 L 50 TDI Quattro ersetzt. Mit dem E-Auto hatte er auf langen Fahrten mit der begrenzten Reichweite zu kämpfen. Auch Bauministerin Ina Scharrenbach ist aus ähnlichen Gründen auf Diesel umgestiegen.
Ministerpräsident Hendrik Wüst und Innenminister Herbert Reul nutzen weiterhin gepanzerte Dienstlimousinen, die es ausschließlich mit Verbrennungsmotor gibt. Sieben weitere Minister – darunter Mona Neubaur, Verena Schäffer und Oliver Krischer – setzen für Dienstfahrten hingegen nach wie vor auf Elektro- oder Hybridfahrzeuge.
Aus der aktuellen Liste der Landesregierung geht hervor, dass nur noch sieben Kabinettsmitglieder rein elektrische oder hybride Dienstwagen fahren. Die übrigen Minister haben entweder erneut E-Modelle bestellt oder sind in Einzelfällen zu Diesel zurückgekehrt.
Der teilweise Rückgriff auf Diesel unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen bei der Umstellung der Regierungsflotte auf Elektroantrieb. Da in Kürze weitere Leasingverträge auslaufen, könnten in den kommenden Monaten weitere Änderungen bei den Dienstfahrzeugen folgen.