14 February 2026, 06:51

NRW-Minister steigen von Elektroautos auf Diesel um – Reichweite als Hauptgrund

Ein Mann im Rollstuhl mit einem großen Motor an der Rückseite, umgeben von Fahrzeugen auf einer Straße, trägt eine schwarze Jacke und eine Mütze, hält ein Objekt in der Hand, mit Bäumen, Gebäuden und Pfählen im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.

E-Auto weg - Finanzminister fährt wieder Diesel - NRW-Minister steigen von Elektroautos auf Diesel um – Reichweite als Hauptgrund

Nordrhein-Westfalens Finanzminister Marcus Optendrink ist von einem elektrischen BMW i7 auf einen dieselbetriebenen Audi A8 L umgestiegen. Der Wechsel erfolgte nach Ablauf seines Leasingvertrags und anhaltender Bedenken hinsichtlich der Reichweite des Elektrofahrzeugs auf langen Strecken.

Auch mehrere andere Minister der Landesregierung haben sich für Dieselwagen entschieden – nur noch eine Handvoll nutzt für Dienstfahrten rein elektrische oder Hybridmodelle.

Optendrinks Entscheidung ähnelt der von Bauministerin Ina Scharrenbach, die zuvor ihr elektrisches Dienstfahrzeug zugunsten eines Dieselmodells aufgegeben hatte. Beide begründeten dies mit praktischen Einschränkungen, insbesondere der begrenzten Reichweite von Elektroautos auf längeren Fahrten.

Laut einer Liste der Landesregierung setzen derzeit nur noch sieben Kabinettsmitglieder auf rein elektrische oder Hybridfahrzeuge. Dazu zählen Mona Neubaur, Verena Schäffer, Karl-Josef Laumann, Dorothee Feller, Benjamin Limbach, Oliver Krischer und Silke Gorißen. Aktuelle Zahlen, wie viele Minister diese Fahrzeuge ausschließlich für Dienstreisen nutzen oder welche konkreten Modelle im Einsatz sind, liegen jedoch nicht vor.

Unterdessen laufen in den kommenden Monaten die Leasingverträge für mehrere Dienstwagen aus. Während einige Minister bereits neue Elektrofahrzeuge bestellt haben, hat sich Scharrenbach erneut für einen Diesel entschieden. Ministerpräsident Hendrik Wüst und Innenminister Herbert Reul fahren weiterhin in gepanzerten Limousinen, die derzeit nur mit Verbrennungsmotoren erhältlich sind.

Der Rückgriff auf Diesel spiegelt die anhaltenden Herausforderungen wider, die Elektrofahrzeuge im offiziellen Einsatz – insbesondere bei Langstreckenfahrten – mit sich bringen. Da in Kürze weitere Leasingverträge auslaufen, könnte sich die Zusammensetzung des Fuhrparks der Landesregierung in naher Zukunft weiter ändern.