NRW-Städte lockern Außenbewirtung: Köln streicht 110 Regeln – andere streichen Gebühren ganz

Hans-Gerd Junk
Hans-Gerd Junk
2 Min.
Ein Outdoor-Restaurant mit Tischen und St├╝hlen unter Schirmen, umgeben von Passanten auf einer Stra├če, mit einem Geb├Ąude im Hintergrund.Hans-Gerd Junk

NRW-Städte lockern Außenbewirtung: Köln streicht 110 Regeln – andere streichen Gebühren ganz

Neue Regeln für die Außenbewirtung in Nordrhein-Westfalen: Städte gehen unterschiedliche Wege

In Nordrhein-Westfalen ändern sich die Vorschriften für die Außenbewirtung – mit sehr unterschiedlichen Ansätzen in den Kommunen. Köln hat Bürokratie abgebaut und die Regelungen von 140 auf nur noch 30 reduziert, während Städte wie Radevormwald und Krefeld die Gebühren komplett streichen. Die Änderungen kommen zu einer Zeit, in der Gastronomen je nach Standort mit unterschiedlichen Kosten und Auflagen konfrontiert sind.

In Köln hat die Stadt die Bestimmungen für die Außenbewirtung vereinfacht, indem sie die Zahl der Sondergenehmigungen und Vorschriften deutlich verringert hat. Bisher mussten Betriebe rund 140 verschiedene Anforderungen erfüllen, nun sind es nur noch etwa 30. Dennoch bleiben Gebühren bestehen: Je nach Lage und Dauer der Genehmigung kosten die Außenflächen zwischen 1,55 und 7,90 Euro pro Quadratmeter im Monat. Wilhelm Wichert, Inhaber des Restaurants Haxenhaus, zahlt für seine 120 Quadratmeter große Terrasse jährlich rund 6.000 Euro. Zudem gelten strenge Vorgaben für Heizungen – erlaubt sind nur kabellose, umweltfreundliche Lösungen.

Streit gibt es um die Rheinpromenade Wiese, wo die Nutzung für Außenbestuhlung umstritten ist. Bedenken wegen Müll und Sicherheit verschärfen die Spannungen. Andere Städte zeigen sich dagegen entgegendkommender: Krefeld hat die Terrassengebühren seit der Pandemie ausgesetzt und die Befreiung bis 2030 verlängert. Radevormwald plant sogar, die Abgaben für die Außenbewirtung vollständig abzuschaffen, um die angeschlagene Gastronomie zu entlasten.

In ganz NRW legen die Kommunen ihre Regeln selbst fest. Während Städte wie Düsseldorf und Dortmund derzeit keine monatlichen Gebühren für öffentliche Terrassenflächen erheben, verlangen andere unterschiedliche Beträge. Die Unterschiede verdeutlichen, wie stark lokale Politik die finanzielle Belastung der Gastronomen prägt.

Die Änderungen in Köln und anderen NRW-Städten sind Teil eines größeren Bestrebens, den Druck auf die Gastronomiebranche zu verringern. Vereinfachte Vorschriften und Gebührenbefreiungen sollen die Außenbewirtung attraktiver machen. Dennoch bleiben die Kosten und Auflagen je nach Standort sehr unterschiedlich – die Betriebe müssen sich weiterhin an die örtlichen Gegebenheiten anpassen.

Neueste Nachrichten
Eine Kirche ist prominent in der Mitte des Bildes zu sehen.
Allgemeine Nachrichten 2 Min.

Dorper Arche schließt 2027: Kirche bündelt ihre Aktivitäten an zentralem Ort

Seit 1983 war die Arche Herzstück des Gemeindelebens – doch jetzt wird sie Geschichte. Warum die Kirche ihre Räume neu denkt und was das für Dorp bedeutet.

Eine Person fährt mit einem Roller die Straße entlang, wobei ein Pfosten in der Mitte und ein Fahrrad auf dem Gehweg sowie Gebäude, Bäume und Gras im Hintergrund zu sehen sind.
Unfälle 2 Min.

E-Scooter-Unfall in Duisburg: Frau nach Kollision leicht verletzt – Polizei sucht Zeugen

Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit – dann der Zusammenstoß. Warum der E-Scooter-Fahrer nach dem Unfall in Duisburg einfach weiterfuhr, bleibt rätselhaft. Helfen Sie, ihn zu finden?

Ein Plakat mit einem Haus mit Solarpanelen auf dem Dach, Text, der besagt "Dachphotovoltaik - Steuergutschriften stehen jetzt zur ├ťbernahme von bis zu 30% der Dachphotovoltaik-Installationskosten zur Verf├╝gung", und ein Logo.
Daten- und Cloud-Computing 1 Min.

Solarstrom bei Blackouts: Wie Photovoltaik im Notfall weiterläuft

Stromausfall? Kein Problem! Lernen Sie, wie Ihre Solaranlage auch ohne Netz funktioniert – mit Tipps zur Nachrüstung und Speichertechnik. Experten beantworten alle Fragen.

Ein Schild an einem Kettenzaun trägt die Aufschrift "Keine Tiere erlaubt" und ist umgeben von saftigem Gras, Pflanzen und Bäumen, mit einer Wand im Hintergrund und einem klaren blauen Himmel darüber.
Industrie 2 Min.

Tierrechtsgruppe verklagt Amprion wegen mangelndem Amphibienschutz in Osterath

Offene Zäune, fehlende Laichplätze – und eine Behörde, die wegschaut? Warum eine Tierrechtsgruppe jetzt gegen Amprion vor Gericht zieht. Die Fotos beweisen: Der Artenschutz wurde ignoriert.

Eine Person in blauen Handschuhen arbeitet an einem medizinischen Gerät auf einem Tisch, umgeben von verschiedenen Gegenständen, mit Papieren an der Wand in einer Krankenhausumgebung.
Berufliche Entwicklung 1 Min.

Krefelder Schüler entdecken den medizinischen Alltag im Alexianer-Krankenhaus

Von Hochregallagern bis zum OP: Jugendliche tauchten in die Welt der Medizin ein. Eine neue Partnerschaft zwischen Schule und Krankenhaus macht's möglich.

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto einer Apotheke mit einem Tresen, auf dem verschiedene Gegenstände und Regale mit Flaschen und anderen Gegenständen im Hintergrund zu sehen sind.
Wirtschaft 2 Min.

Wie eine Apotheke in Herten trotz Krise und E-Rezept-Chaos wächst

Ein Konkurrent schließt, die Kunden strömen zu – doch E-Rezepte und steigende Kosten machen Apotheker Ingo Müller das Leben schwer. Sein Rezept gegen die Krise? Investitionen und Protest.

Eine Straße mit Autos, eine Brücke mit Geländern, Laternen, Ampeln, Bäume, Gebäude mit Fenstern und ein Himmel im Hintergrund.
Industrie 1 Min.

Verkehrschaos in Düsseldorf: Richard-Wagner-Straße wird ab 9. März zur Baustelle

Zwei Wochen lang nur eine Spur pro Richtung: Düsseldorf bereitet sich auf Staus vor. Wer die Richard-Wagner-Straße nutzt, sollte jetzt Alternativrouten planen.

Zwei Feuerwehrleute in Schutzausrüstung, einschließlich Helmen und Gasmasken, gehen durch das Innere eines Flugzeugs mit einer Tür auf der linken Seite und Rohren und anderen Gegenständen auf der rechten Seite.
Kriminalität und Justiz 2 Min.

33 Jahre nach Mord an Flugbegleiterin: Täter dank DNA überführt und verurteilt

Jahrzehntelang blieb der brutale Mord in Bad Godesberg ungesühnt – bis ein DNA-Abgleich den Täter entlarvte. Jetzt fällt das harte Urteil: lebenslang.

Neueste Nachrichten