25 January 2026, 20:27

NRW-Wälder zeigen erste Erholung – doch Eichen kämpfen weiter um ihr Überleben

Ein dichter Wald mit hohen, grünen Bäumen und Büschen, mit einem prominenten Buchenbaum in der Mitte, und einem grasbewachsenen Boden mit kleinen Pflanzen.

NRW-Wälder zeigen erste Erholung – doch Eichen kämpfen weiter um ihr Überleben

Wälder in Nordrhein-Westfalen zeigen leichte Anzeichen der Besserung, wie die jüngste Erhebung ergibt. Agrarministerin Silke Gorißen betonte eine geringe Erholung, doch bleiben Sorgen um die Gesundheit bestimmter Baumarten bestehen. Die Ergebnisse stammen aus der Waldzustandserfassung 2025, die auch anhaltende Probleme in einigen Regionen aufzeigt.

Laut der Studie stieg der Anteil der Bäume mit voll intakter Krone um 2 Prozentpunkte auf insgesamt 29 Prozent – eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Eichen haben jedoch weiterhin mit starken Problemen zu kämpfen: Nur 7 Prozent weisen eine unversehrte Baumkrone auf.

Buchen schneiden demgegenüber besser ab: 24 Prozent zeigen keine Schäden, bei 40 Prozent sind nur leichte Beeinträchtigungen festzustellen. Der Bericht verzeichnet zudem einen Anstieg junger, klimaresistenter Bäume, was auf langfristige Bemühungen zur Stärkung der Waldgesundheit hindeutet. Trotz dieser Fortschritte werfen Oppositionspolitiker Ministerin Gorißen vor, die Krise zu verharmlosen. Die SPD kritisiert Kürzungen in Höhe von 4,3 Millionen Euro für die Forst- und Holzwirtschaft im Jahr 2026 und macht die CDU-Grünen-Koalition für die Untergrabung der Erholungsmaßnahmen verantwortlich. Gleichzeitig identifizierten Satellitendaten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) Südwestfalen als eine der am stärksten betroffenen Regionen Deutschlands.

Gorißen rief die Bevölkerung dazu auf, sorgsamer mit den Wäldern umzugehen. Sie räumte die anhaltenden Herausforderungen ein, betonte aber, dass die leichte Abnahme sichtbarer Schäden – ein Rückgang um 5 Prozent – ein Schritt in die richtige Richtung sei.

Die Waldzustandserfassung 2025 zeichnet ein gemischtes Bild für die Wälder Nordrhein-Westfalens. Zwar zeigen einige Baumarten und Regionen Erholungstendenzen, doch machen Förderkürzungen und die anhaltenden Probleme bei Eichen die anhaltenden Schwierigkeiten deutlich. Die langfristigen Waldbewirtschaftungsstrategien des Landes werden entscheidend dafür sein, ob diese kleinen Fortschritte nachhaltig gesichert werden können.