Ohligs' Verkehrspläne scheitern: Bezirksrat stoppt umstrittene Innenstadt-Umgestaltung
Hans-Gerd JunkOhligs' Verkehrspläne scheitern: Bezirksrat stoppt umstrittene Innenstadt-Umgestaltung
Umgestaltung der Verkehrswege in der Ohligser Innenstadt auf Eis gelegt
Die Pläne zur Neugestaltung der Zufahrtswege im Zentrum von Ohligs sind vorerst gescheitert, nachdem der Bezirksrat eine entscheidende Abstimmung vertagt hat. Bezirksbürgermeister Westkämper übt scharfe Kritik an den Vorhaben und warnt, diese könnten Ansässige und Gewerbetreibende benachteiligen. Die Stadtverwaltung hingegen betont, dass bis Februar eine Lösung gefunden werden müsse, um den überarbeiteten Zeitplan vom 14. Juni einhalten zu können.
Der Tagesordnungspunkt zur Umgestaltung der Ohligser Innenstadt wurde bei der jüngsten Sitzung des Bezirksrats OAM vertagt. Westkämper argumentierte, eine überstürzte Umsetzung der Pläne würde die Bedenken von Händlern und Anwohnern – insbesondere hinsichtlich des Wegfalls von Parkplätzen – ignorieren. Er warf der Verwaltung vor, das Problem herunterzuspielen, und forderte eine breitere Dialogbereitschaft mit den Betroffenen.
Die aktuellen Entwürfe sehen Änderungen an der Führung des Cityrings vor, wodurch voraussichtlich rund 70 Parkplätze entfallen könnten. Sollte zudem die geplante Fahrradroute (Veloroute) realisiert werden, stünden weitere 100 Stellplätze zur Disposition. Berichte vom 25. und 26. Februar 2026 verweisen zwar auf diese möglichen Verluste, konkrete Zahlen stehen jedoch noch aus, da noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurde.
Auch die CDU-Fraktion lehnt die Pläne in ihrer jetzigen Form ab. Sie fordert Nachbesserungen am lokalen Verkehrskonzept, bevor über Änderungen abgestimmt wird. Westkämper zeigt sich zwar kompromissbereit, betont jedoch, dass eine Lösung die Interessen aller Verkehrsteilnehmer gleichermaßen berücksichtigen müsse.
Er warnte, ein Vorgehen ohne Anpassungen käme "einem Angriff auf die berechtigten Interessen von Unternehmen und Anwohnern" gleich. Angesichts der ohnehin angespannten Lage im Einzelhandel könnten weitere Parkplatzstreichungen die wirtschaftliche Belastung für Ohligs noch verschärfen.
Die Vertagung der Entscheidung lässt die Zukunft der Ohligser Innenstadt vorerst in der Schwebe. Während die Verwaltung auf die Einhaltung der Frist bis Februar pocht, um den Zeitplan vom Juni zu wahren, bestehen Westkämper und die CDU auf Überarbeitungen, die Parkmöglichkeiten und den lokalen Handel schützen, bevor die Pläne voranschreiten.






