03 February 2026, 23:14

Olaf Scholz verpasst Weiberfastnacht 2025 wegen EU-Gipfels in Brüssel

Ein Vintage-Plakat, das das Eidgenössische Schützenfest in Frauenfeld, Deutschland, bewirbt und einen Mann in einem Anzug und eine Frau in einem Kleid zeigt, die nebeneinander stehen, mit Details des Ereignisses darauf geschrieben.

Olaf Scholz verpasst Weiberfastnacht 2025 wegen EU-Gipfels in Brüssel

Bundeskanzler Olaf Scholz wird in diesem Jahr die Feierlichkeiten zu Weiberfastnacht verpassen – Grund ist ein wichtiger politischer Termin. Der im Rheinland tief verwurzelte Brauch markiert den inoffiziellen Auftakt der Karnevalssaison mit ausgelassenen Festen. Für Scholz hat das Datum eine persönliche Bedeutung: Sein Geburtstag fällt auf den 11. November, eine Zahl, die eng mit den Ursprüngen des Karnevals verbunden ist.

Die Verbindung des Kanzlers zum Karneval ist eng. Geboren am 11. November 1955 im Sauerland, hat er die Bedeutung dieses Datums stets betont. Seine rheinische Großmutter, die aus Andernach bei Koblenz stammte, verstärkt zudem seine Verbundenheit mit der Tradition. Im Laufe der Jahre feierte er Geburtstage mit doppelten Jahreszahlen – 1977, 1988 und 1999 – besonders ausgiebig am 11. November.

Weiberfastnacht selbst blickt auf eine lange Geschichte zurück. Der Brauch entstand im Mittelalter als ein vorösterliches Fest, bei dem Frauen spielerisch die Kontrolle übernahmen, sangen, tanzten und Männern sogar die Krawatten abschnitten. Die Tradition entwickelte sich aus römischen Einflüssen und mittelalterlichen "Narrenfesten" und gewann im 19. Jahrhundert an Fahrt, als Wäscherinnen im Rheinland ihre Vorherrschaft über männliche Zünfte demonstrierten. Heute ist der Brauch besonders in Städten wie Köln lebendig, wo der Karneval offiziell am 11.11. um 11:11 Uhr beginnt.

In diesem Jahr wird Scholz den Tag in Brüssel verbringen, wo er sich mit der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie befasst. Später sind Gespräche mit Teilen des Bundeskabinetts geplant. Zwar verhindert sein Terminkalender eine Teilnahme an den öffentlichen Feiern, doch seine persönliche und regionale Verbundenheit mit dem Karneval bleibt bestehen.

Scholz' Abwesenheit bei Weiberfastnacht unterstreicht die Anforderungen seines Amtes. Sein Geburtstag und seine familiären Wurzeln verbinden ihn mit einer jahrhundertealten Tradition, insbesondere im Rheinland. Gleichzeitig zeigt das Treffen in Brüssel die anhaltenden Bemühungen, die wirtschaftliche Position Europas zu stärken.