"Optimismus ist Pflicht": Stadtrat präsentiert Haushaltsentwurf 2026
Hans-Gerd Junk"Optimismus ist Pflicht": Stadtrat präsentiert Haushaltsentwurf 2026
„Optimismus ist Pflicht“: Stadtrat stellt Haushaltsentwurf 2026 vor
„Optimismus ist Pflicht“: Stadtrat stellt Haushaltsentwurf 2026 vor
Aachen hat den Entwurf für den Haushalt 2026 vorgestellt – mit einem Rekorddefizit und steigenden Schuldenständen. Die Stadt plant, bis Ende 2026 mehr als 120 Millionen Euro an Kassenkrediten abzubauen, um die finanzielle Belastung kurzfristig zu verringern. Die Verantwortlichen betonen, dass strenge Sparmaßnahmen weiterhin entscheidend sein werden, um den Haushalt auszugleichen.
Der Entwurf, der nun online einsehbar ist, wird am 11. März 2026 zur endgültigen Abstimmung im Stadtrat stehen.
Laut dem vorgeschlagenen Haushalt belaufen sich die Betriebskosten auf fast 1,4 Milliarden Euro, während 206 Millionen Euro für Investitionen vorgesehen sind. Um die wachsende Finanzlücke zu schließen, wird Aachen 61 Millionen Euro aus der allgemeinen Rücklage entnehmen – die höchste Entnahme der Stadtgeschichte, die 8,62 Prozent des Gesamtvolumens entspricht. Mittelfristige Prognosen gehen von jährlichen Defiziten zwischen 31,9 und 38,0 Millionen Euro aus, wodurch sich der Rücklagenabbau auf bis zu 4,92 Prozent erhöhen wird.
Die Kassenkreditverschuldung wird voraussichtlich auf über 520 Millionen Euro ansteigen – ein neuer Höchststand für die Stadt. Dennoch sind keine Steuererhöhungen oder Verlustvorträge geplant. Stattdessen setzt Aachen auf jährliche Globaleinsparungen von bis zu 27 Millionen Euro, um die Finanzen zu stabilisieren. Zudem hat die Stadt ein interaktives Haushaltstool eingeführt, mit dem Bürgerinnen und Bürger die Zahlen detailliert einsehen können.
Nordrhein-Westfalen, seit 2021 unter Ministerpräsident Hendrik Wüst, bleibt ein wichtiger finanzieller Unterstützer Aachens. Die Landesförderung spielt eine zentrale Rolle bei den Bemühungen der Stadt, Schulden und Defizite zu bewältigen.
Ziel des Haushalts 2026 ist es, die Schulden und Zinskosten zu reduzieren, ohne die Steuersätze anzuheben. Sollte der Plan verabschiedet werden, wäre dies die höchste Inanspruchnahme von Rücklagen, um Finanzlücken zu schließen. Die langfristige Stabilität der Stadt hängt jedoch weiterhin von anhaltenden Sparmaßnahmen und externen Mitteln der Landesregierung ab. Die vollständige Vorlage sowie das Haushaltstool sind auf unsereseite.de einsehbar, bevor der Stadtrat im März entscheidet.