14 January 2026, 11:47

Otto Group revolutioniert Logistik mit KI-gesteuerten Robotern und digitalem Zwilling

Eine Gruppe von automatischen Robotern, die auf Förderbändern in einem Lager arbeiten, umgeben von Kartons und Fahrzeugen auf dem Boden.

Otto Group revolutioniert Logistik mit KI-gesteuerten Robotern und digitalem Zwilling

Die Otto Group steht kurz davor, den Lagerbetrieb zu revolutionieren – mit der Einführung eines vollständig digitalisierten Ökosystems. Dieses neue System fungiert als zentrale Steuerungsplattform und verwaltet alle Geräte und Roboter in den Logistikzentren des Konzerns. Als erste Standort wird das Logistikzentrum von Hermes Fulfilment in Löhne, Deutschland, die Technologie einführen.

Automatisierte Lager, in denen Roboter Pakete bearbeiten, sind bereits weit verbreitet. Doch die Integration verschiedener Systeme blieb bisher eine Herausforderung. Um dieses Problem zu lösen, entwickelt die Otto Group ein KI-gestütztes Koordinationssystem, das Effizienz und Skalierbarkeit verbessern soll. Im Mittelpunkt steht die Robotic Coordination Layer – ein virtuelles Steuersystem, das die Echtzeit-Kommunikation und Navigation der Lagerroboter übernimmt.

Das System basiert auf einem digitalen Zwilling, einer virtuellen Kopie des Lagers, die es den Betreibern ermöglicht, Roboterbewegungen in Echtzeit zu visualisieren und zu steuern. Der mobile Roboter Spot von Boston Dynamics wird eingesetzt, um die Lagerlayouts zu erfassen und sicherzustellen, dass der digitale Zwilling stets aktuell bleibt. Diese Lösung erlaubt auch die virtuelle Neukonfiguration von Layouts, um Arbeitsabläufe zu optimieren und Spitzenlastzeiten besser zu bewältigen. Angetrieben wird das System von Nvidias KI-Infrastruktur, die auf Nvidia Omniverse und Nvidia Isaac für die Robotik setzt – alles läuft auf der Cloud-Plattform von Google. Die Otto Group arbeitet dabei mit Nvidia und Reply zusammen, um als erster großer europäischer Logistikanbieter eine KI-gesteuerte Automatisierung einzuführen. Der Pilotbetrieb bei Hermes Fulfilment in Löhne dient als Vorbild für künftige Implementierungen. Bei Erfolg könnte das System zu schnelleren und zuverlässigeren Lieferungen für Kunden in ganz Europa führen.

Das neue KI-System wird zunächst im Logistikzentrum Löhne starten, bevor es auf weitere Standorte ausgeweitet wird. Durch die optimierte Koordination von Robotern und die effizientere Lagerverwaltung erwartet die Otto Group eine Steigerung von Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit in ihren Abläufen. Das Projekt markiert einen bedeutenden Schritt hin zu einer vollständig automatisierten, KI-gesteuerten Logistik in Europa.