Polanski wettert gegen VAR: „Millimeter-Fußball zerstört den Sport“
Klaus-Michael JopichPolanski wettert gegen VAR: „Millimeter-Fußball zerstört den Sport“
Eugen Polanski hat nach dem torlosen Unentschieden von Borussia Mönchengladbach gegen RB Leipzig das VAR-System scharf kritisiert. Der Mittelfeldspieler äußerte sich verärgert über ein in der 47. Minute aberkantes Tor, das wegen einer minimalen Abseitsstellung von nur wenigen Millimetern nicht gegeben wurde. Obwohl er die Richtigkeit der Entscheidung anerkannte, argumentierte er, dass eine solche Präzision dem Fußball schade.
Der umstrittene Vorfall ereignete sich kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit, als Mönchengladbach glaubte, die Führung erzielt zu haben. Der Videobeweis griff ein und stellte eine knappe Abseitsposition eines Angreifers fest. Polanski räumte ein, dass die Entscheidung technisch korrekt war, stellte jedoch infrage, ob der Fußball auf derart haargenaue Messungen setzen sollte.
Später im Spiel hob der VAR eine Elfmeterentscheidung auf – eine Korrektur, die Polanski zwar als richtig bezeichnete, seine Frustration darüber aber nicht minderte. Er warf dem System vor, sich immer weiter vom eigentlichen Geist des Sports zu entfernen. Stattdessen forderte er die Schiedsrichter auf, mehr Tore und flüssiges Spiel zu ermöglichen, anstatt diese durch übergenaue Urteile zu blockieren. Zwar hatten Spieler von Leipzig zuvor einen nicht gegebenen Elfmeter gefordert, doch nach dem Abpfiff äußerte sich niemand aus ihren Reihen öffentlich kritisch über die VAR-Entscheidungen.
Das 0:0 lässt Mönchengladbach weiterhin auf den ersten Saisonsieg warten. Polanskis Äußerungen unterstreichen die anhaltende Debatte über die Auswirkungen des Videobeweises auf den Spielfluss und die Unterhaltungsqualität des Fußballs. Die Technologie bleibt vorerst im Einsatz – doch ihre Rolle bei knappen Entscheidungen steht weiterhin auf dem Prüfstand.