Protestwelle in GFO-Krankenhäusern: "Kein Geld. Keine Versorgung" als Warnsignal
Hans-Gerd JunkProtestwelle in GFO-Krankenhäusern: "Kein Geld. Keine Versorgung" als Warnsignal
In Krankenhäusern des GFO-Verbunds haben sich landesweit Proteste gegen die eskalierende Finanzkrise formiert. Unter dem Motto „Kein Geld. Keine Versorgung“ warnten die Kliniken vor dramatischen Folgen, falls die geplanten Sparmaßnahmen umgesetzt werden. Die Aktionen sollten die zunehmende Überlastung des Gesundheitssystems ins öffentliche Bewusstsein rücken.
Als symbolischen Akt verengten die Protestierenden zeitweise die Zugänge zu den Krankenhäusern – ein Bild für die Versorgungslücken, die durch die drohenden Kürzungen entstehen könnten. Gleichzeitig unterstützten sie die Petition „Lichter aus im Krankenhaus“, die eine faire und nachhaltige Finanzierung der Kliniken fordert.
Jörg Zbick, Leiter der Unternehmenskommunikation, betonte, die Aktion solle verdeutlichen, wie sich finanzielle Engpässe auf den Alltag der Menschen auswirken. Bereits jetzt arbeiten rund 80 Prozent der Krankenhäuser defizitär, etwa ein Drittel steht vor der Insolvenz. Besonders gefährdet sind gemeinnützige Häuser, die etwa ein Drittel aller deutschen Kliniken und fast zwei Drittel in Nordrhein-Westfalen ausmachen. Sie leiden unter knappen öffentlichen Mitteln und geringen Rücklagen.
Auch die GFO-Kliniken Rhein-Berg beteiligten sich an den Protesten, um auf die dringende Notwendigkeit verlässlicher Finanzierung hinzuweisen. Zwar befürworten sie die geplante Krankenhausreform, doch ohne ausreichende finanzielle Absicherung sei die Aufrechterhaltung der Versorgung nicht möglich.
Die Demonstrationen unterstrichen die Forderung nach einer zukunftsfähigen Krankenhausfinanzierung. Jede Unterschrift unter die Petition stärkt den Druck auf die Politik. Ohne Kurswechsel könnten weitere Kürzungen noch mehr Kliniken in die wirtschaftliche Schieflage treiben.






