Prozess um Treppensturz in Duisburg: Angeklagter droht lange Haftstrafe
Prozess um Treppensturz in Duisburg: Angeklagter droht lange Haftstrafe
Ein 25-jähriger Mann aus Duisburg steht wegen versuchten Totschlags vor Gericht, nachdem er im Februar 2021 einen anderen Mann angeblich eine Treppe hinabgestoßen haben soll. Das damals 29 Jahre alte Opfer erlitt schwere Verletzungen und wurde per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen, wo es notoperiert werden musste. Mit einem Urteil wird bis Mitte März gerechnet.
Der Vorfall ereignete sich an der U-Bahn-Station Harry-Epstein-Platz in Duisburg. Laut Staatsanwaltschaft stieß der Angeklagte das Opfer, das daraufhin mehrere Meter in die Tiefe stürzte. Sicherheitskamera-Aufnahmen des Handgemenges liegen den Ermittlern vor.
Nach dem Sturz lag das Opfer zeitweise im Koma und erklärte später gegenüber der Polizei, es sei gestoßen worden. Trotz der Beweislage bleiben die Motive für die Tat jedoch unklar.
Bei einer Verurteilung droht dem Angeklagten eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren.
Der Fall wird mit anderen viel beachteten Vorfällen verglichen, bei denen Videoaufzeichnungen eine Rolle spielten – etwa dem Angriff in Budapest 2023 durch Maja T. In Deutschland hat sich die Debatte seitdem von der Frage nach der Aussagekraft von Videoaufnahmen hin zu weiteren Bedenken verlagert: etwa zur Rechtsfairness, politischen Einflussnahme und Auslieferungsverfahren zwischen Staaten.
Die Verhandlung geht weiter, während die Staatsanwaltschaft auf eine Verurteilung wegen versuchten Totschlags drängt. Die Verletzungen des Opfers waren lebensbedrohlich, und das Urteil wird entscheiden, ob der Angeklagte eine lange Gefängnisstrafe antreten muss. Die Urteilsverkündung steht für Mitte März an und könnte einen Schlussstrich unter einen Fall ziehen, der breitere Diskussionen über Gerechtigkeit und Beweisführung ausgelöst hat.
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