04 April 2026, 16:22

Rekordjahr für den Zoll in Mecklenburg-Vorpommern: Waffen, Drogen und 701 Millionen Euro Steuereinnahmen

Plakat mit der Überschrift "Täter mexikanischer Drogenhandel Gewalt" mit Bildern verschiedener Personen und fettem schwarzem Text auf einem hellblauen Hintergrund.

Rekordjahr für den Zoll in Mecklenburg-Vorpommern: Waffen, Drogen und 701 Millionen Euro Steuereinnahmen

Zollbehörden in Mecklenburg-Vorpommern melden ereignisreiches Jahr 2024

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Die Zollfahnder in Mecklenburg-Vorpommern blicken auf ein arbeitsintensives Jahr 2024 zurück. Beamte beschlagnahmten tausende illegale Waren, erwirtschafteten Millionen an Einnahmen und modernisierten ihre Flotte. Eine zentrale Rolle spielten dabei die Ermittlungen des Hauptzollamts Stralsund.

Im vergangenen Jahr kontrollierten die Einsatzteams 66.230 Personen und deckten 6.355 Verstöße gegen Zoll- und Steuergesetze auf. Zu den sichergestellten Gegenständen zählten 422 Waffen und verbotene Objekte, wobei aus den Unterlagen nicht hervorgeht, wie viele davon aus dem Ausland stammten. Zudem konfiszierten die Beamten 2 Millionen Zigaretten, über 10 Tonnen weitere Tabakwaren sowie verschiedene Betäubungsmittel.

Ein großer Erfolg war die Beschlagnahmung von 4.900 Paaren gefälschter Turnschuhe im Wert von fast 500.000 Euro. Besonders stark stieg die Zahl der sichergestellten illegalen Arzneimittel – auf 92.750 Einheiten. Gleichzeitig erwirtschaftete das Zollamt 701 Millionen Euro für die EU und Deutschland, davon 6,83 Millionen Euro als Zollabgaben für die EU.

Die Energiesteuer erwies sich als ergiebigste Verbrauchsteuer und brachte 397,35 Millionen Euro ein. Allein das Hauptzollamt Stralsund trieb 48,3 Millionen Euro an ausstehenden Forderungen ein. Um die Einsatzfähigkeit zu verbessern, ersetzte die Behörde ihr 67 Meter langes Mehrdeckschiff Rügen durch ein neues, hochseetaugliches Schiff desselben Namens.

Das Hauptzollamt Stralsund bearbeitete 2024 ein breites Aufgabenspektrum – von der Steuereintreibung bis zu Großrazzien. Die modernisierte Flotte und die gestiegenen Beschlagnahmungen spiegeln die anhaltenden Bemühungen wider, die Zollüberwachung in der Region zu stärken. Die Behörden bleiben wachsam und kontrollieren weiterhin Handel und Reiseverkehr auf illegale Aktivitäten.

Quelle