25 March 2026, 06:21

Renault revolutioniert Lieferkette: Autobatterien werden zu Kreislauf-Ressourcen statt Müll

Eine Liniengrafik, die den Anstieg der Batterie-Elektrofahrzeugverkäufe in Australien zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Renault revolutioniert Lieferkette: Autobatterien werden zu Kreislauf-Ressourcen statt Müll

Renault Gruppe gestaltet Lieferkette um: Autobatterien als wertvolle Ressource statt Einwegprodukt

Die Renault Gruppe hat ihre Lieferkette grundlegend umstrukturiert, um Batterien für Elektrofahrzeuge nicht länger als Wegwerfartikel, sondern als hochwertige Vermögenswerte zu behandeln. Dieser Wandel ist eine Reaktion darauf, dass Batterien mittlerweile bis zu 30 Prozent des Gesamtwerts eines Fahrzeugs ausmachen – während strenge und uneinheitliche Vorschriften ihre Handhabung zusätzlich erschweren. In einem aktuellen Interview der Reihe "Red Sofa" erläuterte Renaults Lieferkettenexperte Beker, wie das Unternehmen diese Herausforderungen mit einem kreislauforientierten, datengesteuerten Ansatz meistert.

Batterien stellen besondere logistische Hürden dar. Da sie als Gefahrgut eingestuft werden, unterliegen ihr Transport und ihre Lagerung nicht nur länderspezifischen, sondern sogar regional unterschiedlichen Regelungen – in Deutschland etwa gelten in jedem Bundesland andere Anforderungen. Renaults Lösung besteht in einem ganzheitlichen Lieferkettenmodell, bei dem Händler, Werkstätten, Lager und Recyclingbetriebe gleichermaßen als Lieferanten und Kunden agieren. Dieses Kreislaufsystem hilft, Schwankungen im Lagerbestand auszugleichen und hochwertige Komponenten länger im Einsatz zu halten.

Ein anhaltendes Problem bleibt die Echtzeit-Verfolgung. Da Partner im Netzwerk unterschiedliche ERP-, WMS- und TMS-Systeme nutzen, ist es schwierig, den vollständigen Überblick über Batteriebewegungen zu behalten. Um Stillstandszeiten von Fahrzeugen zu verkürzen, hat Renault ein Batterie-Wechselsystem eingeführt, das erstmals im Mai 2023 angekündigt wurde. Ein konkreter Meilenstein folgte im Dezember 2024 mit der Eröffnung einer Wechselstation in Meudon, Frankreich, die mit der Plattform AMPRINE kompatibel ist. Derzeit für den Renault 5 E-Tech und den Dacia Spring verfügbar, soll die Technologie ab 2025 auf Modelle wie den Renault 4 E-Tech und ab 2026 auf den Dacia Sandero ausgeweitet werden.

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Renaults Strategie verwandelt regulatorische und logistische Hindernisse in ein strukturiertes, wiederverwendbares System. Indem das Unternehmen Batterien als langfristige Vermögenswerte behandelt und Wechselstationen integriert, reduziert es Abfall und hält Elektrofahrzeuge länger auf der Straße. Gleichzeitig schafft dieser Ansatz eine Blaupause für die Skalierung ähnlicher Lösungen, wenn in den kommenden Jahren weitere Modelle die Technologie übernehmen.

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