Reul greift Fußballvereine wegen laschen Umgangs mit Stadionrowdys an
Klaus-Michael JopichReul greift Fußballvereine wegen laschen Umgangs mit Stadionrowdys an
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul hat Fußballvereine öffentlich für ihren Umgang mit Stadionrowdys kritisiert. Er wirft den Clubs vor, dass die aktuellen Maßnahmen nicht streng genug seien, um schnell gegen Störer vorzugehen.
Reul betonte, dass trotz modernster Kamerasysteme und umfassender Überwachung in den Stadien Täter oft zu spät zur Rechenschaft gezogen würden. Sein Vorwurf: Die Vereine zögerten Verfahren bewusst hinaus, aus Angst vor Reaktionen ihrer eigenen Ultra-Fans.
Der Minister schlug neue Gesetze vor, die Vereine für übermäßige Verzögerungen bei der Ahndung von Straftaten bestrafen sollen. Gleichzeitig lehnte er den Vorschlag ab, dass Clubs privat Polizeikräfte finanzieren – Sicherheit sei eine staatliche Aufgabe, so Reul. Kosten dürften bei der Diskussion um Stadion-Sicherheit niemals eine Rolle spielen.
Reuls Äußerungen unterstreichen die Zweifel an der Wirksamkeit der bisherigen Sicherheitsvorkehrungen. Mit den geplanten Strafen will er die Vereine zu schnellerem Handeln gegen Störer drängen. Die Debatte über Finanzierung und Verantwortung für die Stadion-Sicherheit bleibt jedoch weiterhin ungelöst.






