24 December 2025, 07:07

Rheinberg Stadtverordnetenversammlung beschließt ersten Rheinberg-Wärmeplan

Eine Küchenzeile mit Schränken, einem Ofen, einem Gasherd, einem Kühlschrank und einer Leuchte.

Rheinberg Stadtverordnetenversammlung beschließt ersten Rheinberg-Wärmeplan

Rheinberg macht großen Schritt in Richtung nachhaltige Wärmeversorgung mit erstem Wärmewendeplan

Die Stadt Rheinberg hat einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Wärmeversorgung erreicht: Der Stadtrat verabschiedete am 11. Dezember 2025 den ersten Wärmewendeplan – deutlich vor der gesetzlichen Frist. Bürgerinnen und Bürger erhalten damit klare Orientierungshilfen für den Umstieg auf klimaneutrale Heizsysteme.

Erarbeitet wurde der Plan in Zusammenarbeit mit der BMU Energieberatung, wobei die zuständige Fachkraft aus dem Rheinberger Klimaschutzamt in öffentlichen Unterlagen namentlich nicht genannt wird. Der Plan warnt vor einer langfristigen Abhängigkeit von Gas- oder Ölheizungen und verweist auf steigende Kosten sowie verschärfte Vorgaben für „grünes Gas“. Stattdessen werden Alternativen wie Wärmepumpen, solarthermische Anlagen und Hackschnitzelheizungen empfohlen.

Um Haushalten die Wahl des passenden Systems zu erleichtern, bietet das Klimaschutzamt der Stadt kostenlose und unabhängige Energieberatungen an. Dazu gehören Hausbesuche im Rahmen des Programms „Dr. Haus“ sowie umfassende städtebauliche Energiekonzepte. Termine können telefonisch unter +49 2843 171-498 oder 171-493 vereinbart werden, alternativ per E-Mail an [email protected]. Der Plan enthält zudem maßgeschneiderte Lösungsvorschläge für jeden Stadtbezirk – von Hybridheizungen über Photovoltaikanlagen bis hin zu Pelletöfen. Durch die frühe Umsetzung bleibt den Rheinbergerinnen und Rheinbergern ausreichend Zeit, sich auf das gesetzliche Auslaufdatum für fossile Heizungen im Jahr 2028 vorzubereiten.

Mit dem Wärmewendeplan geht Rheinberg als Vorreiter bei der Abkehr von fossilen Brennstoffen voran. Bürger können nun auf Fachberatung und finanzielle Förderung zurückgreifen, um ihre Heizsysteme zukunftssicher umzurüsten. Das Klimaschutzamt steht für individuelle Bedarfsanalysen und langfristige Planungen bereit.