31 December 2025, 17:03

Rheinland-Pfalz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Politik und Kultur

Eine Ausstellung mit einem Tisch, auf dem verschiedene Landesflaggen, eine Box, Papiere und ein Banner stehen, eine Kugel links daneben, ein Anschlagbrett rechts daneben mit einigen Menschen in der N√§he und mehreren Tischen und Stühlen im Hintergrund.

Rheinland-Pfalz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Politik und Kultur

In den vergangenen Monaten sind mehrere prägende Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Sport in Rheinland-Pfalz verstorben. Ihr Wirken erstreckte sich über Jahrzehnte und hinterlässt eine bleibende Spur im öffentlichen Leben der Region. Unter ihnen befanden sich ein ehemaliger Ministerpräsident, ein angesehener Journalist sowie zentrale Figuren der Mainzer Fastnachts- und Fußballszene. Bernhard Vogel, eine der einflussreichsten Gestalten der deutschen Politik, starb im Alter von 92 Jahren. Zwölf Jahre lang führte er Rheinland-Pfalz als Ministerpräsident, bevor er später in Thüringen regierte. Sein Einfluss reichte weit über die Landesgrenzen hinaus. Herbert Mertin, Justizminister des Landes und FDP-Mitglied, verstarb mit 66 Jahren. Von 1999 bis 2006 bekleidete er das Amt und kehrte 2016 zurück, wo er bis zu seinem Tod die Rechtspolitik mitprägte. In den Medien verlor das ZDF mit Ekkehardt Gahntz einen erfahrenen Nachrichtenjournalisten, der im Alter von 79 Jahren starb. Über 25 Jahre lang gestaltete er maßgeblich die Nachrichtensendungen des Senders und erreichte Millionen Zuschauer. Die Mainzer Fastnacht trauert um zwei ihrer prägendsten Köpfe: Dieter Wenger, der langjährige Chef-Wagengestalter des Mainzer Carneval-Vereins, starb mit 84 Jahren. Mehr als sechs Jahrzehnte entwarf er die ikonischen Rosenmontagsumzugswagen. Elisabeth Klöver, Leiterin des MCV-Gardeballetts, verstarb ebenfalls im Alter von 85 Jahren. Ihre Choreografien wurden zu einem festen Bestandteil der städtischen Feiern. Die Kulturwelt verlor mit Ulf Glasenhardt einen engagierten Koordinator, der vor allem durch seine Arbeit mit Schon Schön und dem Kulturpalast Wiesbaden bekannt wurde. Auch Barbara Rupp, die von 1983 bis 2008 den Förderverein des Mainzer Unterhaus leitete, ist verstorben. Beide spielten eine zentrale Rolle in der lokalen Kunstszene. Im Sport hinterlässt Holger Bernhardt, ehemaliger Torwart des 1. FSV Mainz 05, eine Lücke – er kam bei einem Verkehrsunfall im Alter von 52 Jahren ums Leben. Der Onkologe Dr. Thomas Flohr, der mit 77 Jahren starb, wurde für sein unermüdliches Engagement für Krebspatienten gewürdigt. Marita Boos-Waidosch, die Behindertenbeauftragte der Stadt Mainz, war eine weitere geachtete Fürsprecherin, die von der Region Abschied nahm. Die Todesfälle markieren das Ende ganzer Epochen in Politik, Medien und lokalen Traditionen. Ihr Schaffen formte Institutionen, Veranstaltungen und den Alltag vieler Menschen in der Region. In den kommenden Wochen sind Gedenkveranstaltungen und Würdigungen zu erwarten.