31 January 2026, 22:39

Ricarda Langs scharfe Karnevalssatire trifft Markus Söder und Dorothee Bär

Ein Plakat mit einer Europakarte aus dem Jahr 1870, umgeben von Cartoon-Bildern und dem Text "Humoristische Karte von Europa im Jahre 1870".

Ricarda Lang macht Witz über Söder: "Nürnberger Würstchen" - Ricarda Langs scharfe Karnevalssatire trifft Markus Söder und Dorothee Bär

Karnevalsveranstaltung in Aachen: Ricarda Lang nutzt scharfen politischen Humor gegen CSU-Prominenz

Eine Karnevalsveranstaltung in Aachen wurde zur Bühne für beißenden politischen Humor, als Ricarda Lang, ehemalige Co-Vorsitzende der Grünen, zwei führende CSU-Politiker ins Visier nahm. In ihrer Rede bei der Verleihung des Ordens gegen den tierischen Ernst zog sie über den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder und Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) her. Die im Stil der Karnevalssatire vorgetragenen Spitzen sorgten schnell für Gesprächsstoff weit über die Veranstaltung hinaus.

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Langs Äußerungen enthielten farbige Beleidigungen gegen Söder und spielten zudem auf eine frühere Kontroverse um Bär an. Die locker vorgetragene, aber gezielte Kritik unterstrich die anhaltenden Spannungen zwischen politischen Rivalen – selbst in einem Rahmen, der eigentlich der Heiterkeit dienen sollte.

Höhepunkt von Langs Rede war ihre Stichelei gegen Markus Söder, den sie als "Nürnberger Rostbratwurst mit Troll-Lizenz" und "fränkischen Fleisch-Sommelier" mit Napoleon-Komplex bezeichnete. Sie machte sich auch über seine Körpergröße und seinen angeblich übersteigerten Selbstwert lustig. Das Publikum, vertraut mit der karnevalistischen Tradition des respektlosen Humors, reagierte mit einem Mix aus Gelächter und gemurmelter Zustimmung.

Doch auch Dorothee Bär blieb nicht verschont – wenn auch auf Umwegen. Statt sie direkt anzugreifen, bemerkte Lang schmunzelnd, Söder habe das für alle bereits erledigt. Der Seitenhieb bezog sich auf einen CSU-Parteitag im Dezember, als Söder Bär vor Kollegen gesagt hatte: "Keine Frage, wir erwarten nicht viel von dir, aber wir würden uns freuen, wenn viel Geld nach Bayern fließt, liebe Doro – ha ha, das wär' schön." Die Äußerung war damals als herablassend aufgefasst worden und hatte Söder zu einer Entschuldigung genötigt.

Bär selbst spielte die erneute Aufmerksamkeit für den Vorfall herunter. In einer Stellungnahme verwies sie auf Söders Entschuldigung und betonte, sie wisse, dass er die Bemerkung nicht böswillig gemeint habe. Söder hingegen blieb stumm und äußerte sich weder zu Langs jüngsten Spitzen noch zur wiederaufgekommenen Diskussion über seinen Dezember-Spruch.

Die Karnevalsveranstaltung in Aachen zeigte einmal mehr, wie politische Satire alte Debatten neu entfachen kann. Langs Rede sorgte dafür, dass Söders umstrittene Äußerung gegenüber Bär weiter im Fokus blieb – obwohl diese den Vorfall längst abhaken wollte. Vorerst bleibt die Auseinandersetzung ein Beispiel dafür, wie selbst heitere Anlässe politische Reibereien verstärken können.