Riesenbesen landet im Harz – ein spektakuläres Symbol der Hexensagen
Klaus-Michael JopichRiesenbesen landet im Harz – ein spektakuläres Symbol der Hexensagen
Riesenbesen – angeblich der größte der Welt – trifft im Harz ein
Am Mittwoch ist ein riesiger Besen, der als der größte der Welt gilt, im Harz eingetroffen. Das ungewöhnliche Schauspiel knüpft an lokale Sagen über Hexen an, die zur Walpurgisnacht zum Blocksberg fliegen. Ein Video des Ereignisses wurde vom Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) geteilt und ist auf der Website von SACHSEN-ANHALT HEUTE abrufbar.
Der Blocksberg, auch Brocken genannt, ist mit 1.141 Metern der höchste Gipfel des Harzes. Seit Jahrhunderten ranken sich um ihn deutsche Legenden, wonach sich dort in der Nacht zum 1. Mai Hexen versammeln. Die Tradition geht auf ein Gedicht aus dem Jahr 1300 zurück und wurde 1540 weiter verbreitet. Selbst in Goethes Faust findet sich eine Szene, in der Faust und Mephisto am Hexentanz auf dem Berg teilnehmen.
Bis heute spiegeln sich diese Bräuche im regionalen Brauchtum wider: Schutzfeuer werden entzündet, Pentagramme an Türen gemalt und Glocken geläutet, um die Hexen fernzuhalten. Der Besen, ein zentrales Symbol dieser Mythen, existiert in vielen Varianten – doch der neueste Zuwachs ist einzigartig.
Der überdimensionale Besen, der wie flugbereit wirkt, wurde in dieser Woche in die Region gebracht. Seine Erfinder behaupten, es handele sich um den größten seiner Art weltweit. Das Spektakel zieht Aufmerksamkeit auf sich und verbindet moderne Neugier mit uraltem Aberglauben.
Der Riesenbesen thront nun im Harz – eine verspielte Hommage an die Hexentradition der Region. Sein Eintreffen fällt mit der nahenden Walpurgisnacht zusammen, wenn die Sagen vom Blocksberg wieder lebendig werden. Wer das ungewöhnliche Schauspiel selbst sehen möchte, findet das Video weiterhin online.






