08 May 2026, 18:22

Rückgang der Verletzungen in Deutschlands Fußballstadien – doch Pyrotechnik bleibt Problem

Ein Fußballspieler mit Helm wird von mehreren Gegenspielern auf einem Rasenfeld getackelt, mit Zuschauern und Fotografen im Hintergrund.

Rückgang der Verletzungen in Deutschlands Fußballstadien – doch Pyrotechnik bleibt Problem

Verletzungen an Spieltagen in Deutschlands drei höchsten Fußball-Profiligen gehen zurück

In der vergangenen Saison ist die Zahl der Verletzungen an Spieltagen in den drei höchsten deutschen Fußball-Profiligen gesunken. Insgesamt wurden 1.107 Vorfälle registriert – ein Rückgang um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz dieser Verbesserung warnen Verantwortliche jedoch vor anhaltenden Sicherheitsproblemen in den Stadien.

Während in der Saison 2023/24 noch 1.338 Verletzungen verzeichnet wurden, sank die Zahl in der abgelaufenen Spielzeit auf 1.107. Unter den Verletzten befanden sich 160 Polizisten und 89 Sicherheitskräfte. Gleichzeitig dokumentierten die Behörden 4.783 Fälle von Pyrotechnik-Missbrauch – ein Anstieg um 73 Prozent gegenüber früheren Erhebungen.

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Die Anzahl der eingeleiteten Strafverfahren ging hingegen um 22 Prozent zurück; insgesamt wurden 5.197 Verfahren in der letzten Saison eingeleitet. Herbert Reul, Innenminister von Nordrhein-Westfalen, bezeichnete die Verletzungenzahlen als „inakzeptabel“ und forderte, dass gewalttätige Straftäter konsequent mit Stadienverbot belegt werden müssen.

Fansupport-Gruppen widersprachen der Darstellung einer flächendeckenden Gewalt und bezeichneten diese als übertrieben und irreführend. Sie wiesen darauf hin, dass Verletzungen und Strafanzeigen im Verhältnis zu den Millionen Besuchern bei Spielen verhältnismäßig gering ausfielen. Großveranstaltungen wie das Oktoberfest, so ihr Argument, bergen ein weit höheres Sicherheitsrisiko als Fußballspiele.

Der Rückgang bei Verletzungen und Strafverfahren deutet auf Fortschritte bei der Stadionsicherheit hin. Doch der deutliche Anstieg des Pyrotechnik-Missbrauchs und weiterhin auftretende Vorfälle halten den Druck auf Vereine und Behörden aufrecht. Die Verantwortlichen setzen sich weiterhin für schärfere Maßnahmen gegen Gewalt im Fußball ein.

Quelle