02 April 2026, 18:22

S11-Ausbau in NRW: Finanzierung steht – doch Fertigstellung 2032 wackelt

Offenes Buch mit detaillierten Zeichnungen und Text, einschließlich einer Illustration einer Eisenbahnschiene.

S11-Ausbau in NRW: Finanzierung steht – doch Fertigstellung 2032 wackelt

Das S11-Schienenausbauprojekt in Nordrhein-Westfalen erreicht Meilenstein – Fertigstellungstermin 2032 jedoch unsicher

Das S11-Schienenausbauvorhaben in Nordrhein-Westfalen hat einen entscheidenden Meilenstein erreicht: Die Finanzierung ist gesichert, und die Planung schreitet voran. Das 836 Millionen Euro schwere Projekt sieht die Modernisierung von Gleisen, Bahnhöfen und der Barrierefreiheit auf der Strecke zwischen Köln und Bergisch Gladbach vor. Verzögerungen bei Genehmigungen und Terminüberschneidungen mit anderen Infrastrukturprojekten werfen jedoch Zweifel auf, ob der zweite Gleisstrang wie ursprünglich geplant bis 2032 fertiggestellt werden kann.

Zum Umfang des Projekts gehören der zweigleisige Ausbau zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach, ein neuer Haltepunkt in Köln-Kalk West sowie die Erweiterung des Bahnhofs Bergisch Gladbach auf vier Gleise. Am Kölner Hauptbahnhof entstehen zwei zusätzliche Bahnsteige, während der Bahnhof Köln Messe/Deutz um drei neue Bahnsteige auf insgesamt fünf erweitert wird. Sämtliche Stationen von Köln-Holweide bis Bergisch Gladbach erhalten zudem einen barrierefreien Ausbau, und an den beiden großen Kölner Knotenpunkten entstehen neue Mittelbahnsteige.

Nach Abschluss der Arbeiten soll die S11 alle zehn Minuten verkehren, im Berufsverkehr sogar im Fünf-Minuten-Takt – fast eine Verdopplung des aktuellen Angebots. Der Bund steuert 531 Millionen Euro bei, das Land NRW übernimmt 305 Millionen Euro.

Die erste größere Einschränkung im Fahrplan ist vom 10. April bis zum 3. Juli 2026 vorgesehen, wenn die Gleise für die Installation eines digitalen Stellwerks in Mülheim gesperrt werden. Die DB InfraGO kann nun mit der Ausschreibung von Aufträgen und der Anmeldung von Sperrpausen beginnen, doch die endgültige Baugenehmigung der Eisenbahn-Bundesamt steht noch aus. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer rechnet damit, dass alle erforderlichen Genehmigungen noch in diesem Sommer erteilt werden.

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Laut Ragnar Migenda, dem Ersten Beigeordneten von Bergisch Gladbach, könnten die Bauarbeiten jedoch erst 2030 beginnen. Aufgrund von Konflikten mit anderen Infrastrukturvorhaben steht zudem der Fertigstellungstermin für das zweite Gleis – ursprünglich für Anfang 2032 geplant – infrage.

Der Ausbau der S11 wird der Region schnellere, häufigere Züge und eine bessere Barrierefreiheit bringen. Da jedoch noch Genehmigungen ausstehen und weitere Verzögerungen drohen, bleibt ungewiss, ob der Zeitplan eingehalten werden kann. Der nächste große Schritt ist die Sperrung 2026 für die Stellwerksmodernisierung – der Start der konkreten Baumaßnahmen vor Ort.

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