Schalke 04 scheitert bisher an Leihe von Union Berlins Torjäger Ljubičić
Egbert PeukertSchalke 04 scheitert bisher an Leihe von Union Berlins Torjäger Ljubičić
Schalke 04 drängt auf Leihe von Union Berlins Stürmer Marin Ljubičić vor Transferende
Der Bundesligist FC Schalke 04 bemüht sich um eine Leihe des Union-Berlin-Stürmers Marin Ljubičić, bevor das Transferfenster schließt. Der 26-Jährige überzeugte zuletzt mit wichtigen Toren in zwei aufeinanderfolgenden Bundesliga-Spielen. Doch die Verhandlungen stocken an Gehaltsforderungen und zukünftigen Transfermodalitäten.
Ljubičić wechselte im Januar 2022 für 4,5 Millionen Euro vom österreichischen Klub LASK zu Union Berlin. Sein Vertrag in der Hauptstadt läuft noch bis 2026, doch seine jüngsten Leistungen haben Aufsehen erregt. In seinen letzten beiden Ligaspielen erzielte er jeweils den Ausgleichstreffer – beim 2:2 gegen Mainz 05 und beim 1:1 gegen den FC Augsburg – und steigerte damit seinen Marktwert.
Schalke, das in dieser Saison mit nur 22 Toren in 17 Spielen kämpft, sieht in Ljubičić eine kurzfristige Lösung. Wie Transfer-Experte Florian Plettenberg bestätigte, strebt der Klub eine Leihe bis Juni an. Die Gespräche zwischen beiden Vereinen kamen jedoch am 15. und 16. Januar zum Erliegen. Union Berlins Sportdirektor Horst Heldt gab zudem bekannt, dass mehrere Klubs den Stürmer nun im Visier hätten, was die Verhandlungen zusätzlich erschwert.
Die Hauptstreitpunkte sind Ljubičićs hohes Gehalt und die Frage, ob Schalke eine Kaufoption für eine spätere Verpflichtung erhält. Da die Königsblauen in diesem Transferfenster noch keine Neuzugänge verzeichnen konnten, prüfen sie auch Alternativen. So wurde der angolanische Flügelspieler Capita von Radomiak Radom beobachtet, der in dieser Saison fünf Tore in 15 Spielen der polnischen Liga erzielte. Doch seine Ablösesumme von zwei Millionen Euro galt als zu hoch.
Bisher gibt es keine Einigung zwischen Schalke und Union Berlin. Ljubičićs starke Leistungen haben seinen Wert gesteigert, sodass die Leihe zunehmend unwahrscheinlich erscheint. Die Suche der Gelsenkirchener nach offensiver Verstärkung geht unterdessen weiter – doch die Zeit im Winter-Transferfenster wird knapp.