Schlotterbecks Kampfansage: Kann Dortmund den FC Bayern noch stoppen?
Egbert PeukertSchlotterbecks Kampfansage: Kann Dortmund den FC Bayern noch stoppen?
Borussia Dortmunds Verteidiger Nico Schlotterbeck hat offen bekannt, in dieser Saison den Meistertitel in der Bundesliga gewinnen zu wollen. Seine selbstbewusste Ansage stößt beim Club-Berater Matthias Sammer auf Zustimmung, der in der Einstellung des Spielers eine positive Triebkraft für die Mannschaft sieht. Doch mit einem einst elf Punkte betragenden Vorsprung des FC Bayern München früher in der Saison bleibt die Herausforderung gewaltig.
Schlotterbecks Entschlossenheit, um die Meisterschaft mitzukämpfen, hat Sammer beeindruckt. Der Berater lobte die klare und selbstsichere Haltung des Abwehrspielers und bezeichnete sie als eine Mentalität, die zu Dortmunds Ambitionen passe. Gleichzeitig machte Sammer deutlich, dass er den Spieler an seinen Worten messen werde – und von ihm erwarte, diese auf dem Platz mit Taten zu untermauern.
Aktuell liegt Dortmund sechs Punkte hinter dem Tabellenführer. Die Dominanz der Bayern war in dieser Saison unübersehbar, hatte der Abstand doch zeitweise elf Zähler betragen. Trotz seiner kämpferischen Haltung räumte Sammer ein, dass der FC Bayern seit Langem die deutsche Fußballlandschaft prägt. Entscheidend für die Frage, ob der Titelkampf noch einmal spannend wird, sei letztlich die Form der Münchner.
Sammers Respekt vor dem FC Bayern bleibt ungebrochen. Als erfolgreichster Verein der Bundesliga-Liga setzen die Bayern mit ihrer Kontinuität Maßstäbe. Dennoch ist er überzeugt, dass Dortmunds Angriff auf die Tabellenspitze nicht allein von den eigenen Leistungen abhängt, sondern auch davon, ob es den Bayern gelingt – oder misslingt –, ihre Führung zu verteidigen.
Die Entscheidung im Rennen um die Meisterschaft wird nun maßgeblich von den Leistungen der Bayern in den kommenden Wochen abhängen. Schlotterbecks ehrgeizige Haltung gibt bei Dortmund den Ton an, doch um aus Worten Taten werden zu lassen, muss ein beträchtlicher Rückstand aufgeholt werden. Sammers Blick bleibt klar: Der Kampf ist noch lange nicht verloren, doch das Schicksal liegt weitgehend in den Händen des traditionellen Fußball-Giganten.