Schwedin mit 15 Ratten in zu kleinem Käfig am Essener Hauptbahnhof festgenommen
Hans-Gerd JunkSchwedin mit 15 Ratten in zu kleinem Käfig am Essener Hauptbahnhof festgenommen
Bundespolizisten am Essener Hauptbahnhof haben eine Schwedin festgenommen, nachdem sie 15 Ratten in einem viel zu kleinen Käfig entdeckt hatten. Der Vorfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden auf Gleis 4/6, wo die Frau zudem dabei beobachtet wurde, wie sie öffentlich urinierte. Die Beamten schritten wegen der desolaten Zustände der Tiere sofort ein.
Gegen 3:50 Uhr fielen den Polizisten die 38-jährige Frau auf Gleis 4/6 auf, nachdem sie in einem öffentlichen Bereich ihr Geschäft verrichtet hatte. Bei einer Kontrolle stellten sie fest, dass die Ratten eng zusammengedrängt in dem Käfig saßen und kaum Bewegungsfreiheit hatten.
Die Frau weigerte sich, ihre Handlungen zu erklären, und berief sich auf ihr Schweigerecht. Wie sich herausstellte, hatte sie vor, mit den Tieren durch Europa zu reisen. Die Polizei beschlagnahmte die Ratten und brachte sie in eine Notunterkunft, wo sie nun versorgt werden.
Gegen die Frau wurden Anzeigen wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz sowie wegen Sachbeschädigung an Bahneigentum erstattet. Nach der polizeilichen Bearbeitung durfte sie ihre Reise fortsetzen.
Die Ratten befinden sich mittlerweile in einer Auffangstation und erhalten dort artgerechte Pflege. Der Frau drohen nun rechtliche Konsequenzen wegen der Tierschutzverletzung und des ordnungswidrigen Verhaltens in der Öffentlichkeit. Der Fall zeigt einmal mehr die Gefahren auf, die mit dem Transport von Tieren unter unzureichenden Bedingungen verbunden sind.






