18 January 2026, 03:48

Seltene Amateurfilme zeigen den Alltag unter dem Hakenkreuz in Westfalen

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer detaillierten Landkarte von Westfalen darauf, das auf einer schwarzen Oberfläche liegt.

Seltene Amateurfilme zeigen den Alltag unter dem Hakenkreuz in Westfalen

Am 27. Januar 2023 zeigt die Volkshochschule (VHS) Gütersloh eine Dokumentation über den Alltag unter der NS-Herrschaft. Unter dem Titel "Unter dem Hakenkreuz: Westfalen 1933–1945 in Amateurfilmen" beginnt die Veranstaltung um 19:00 Uhr und schließt mit einer Diskussion unter der Leitung des Historikers Dr. Ralf Springer an. Der Film bietet einen seltenen Einblick in die Epoche anhand privater Aufnahmen aus der Region.

Die 70-minütige Dokumentation des Regisseurs Thomas Kuban nutzt über 60 Amateurfilme, um das Leben in Westfalen-Lippe zwischen 1933 und 1945 zu zeigen. In zehn Kapiteln werden Familienmomente, öffentliche Feiern und die Veränderungen durch den Krieg thematisiert. Das Filmmaterial wurde vom LWL-Medienzentrum für Westfalen zusammengestellt und produziert.

Dr. Ralf Springer, Experte des LWL-Medienzentrums, wird den Film einführen und die anschließende Diskussion moderieren. Die Veranstaltung wird gemeinsam von der VHS, dem Stadtarchiv Gütersloh und dem LWL-Medienzentrum organisiert. Ziel ist es, das historische Bewusstsein zu stärken und einen offenen Dialog über die NS-Zeit anzuregen. Der Eintritt ist frei, die Organisatoren bitten jedoch um vorherige Anmeldung unter www.vhs-gt.de zur besseren Planung. Bei freien Plätzen sind auch spontane Besucher willkommen.

Die Filmvorführung bietet die Gelegenheit, lokale Geschichte durch private Archive zu erkunden. Durch die Kombination aus Film und Fachgespräch soll das Verständnis für die NS-Zeit vertieft werden. Weitere Informationen und die Anmeldung sind über die Website der VHS Gütersloh erhältlich.