Seniorenrat warnt vor Fahrpreiserhöhungen im Nahverkehr und digitalen Hürden
Klaus-Michael JopichSeniorenrat warnt vor Fahrpreiserhöhungen im Nahverkehr und digitalen Hürden
Der Seniorenrat hat dringende Bedenken gegen die geplanten Fahrpreiserhöhungen im öffentlichen Nahverkehr über Gemeindegrenzen hinweg geäußert. Die Organisation warnt, dass die höheren Kosten ältere Fahrgäste besonders hart treffen würden – viele von ihnen kämpfen bereits mit stark steigenden Lebenshaltungskosten.
In einer aktuellen Stellungnahme betonte der Rat, dass ältere Menschen plötzliche Preissprünge oft nur schwer verkraften können. Er forderte die Verantwortlichen des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) und dessen Tarifpartner auf, die geplanten Erhöhungen entweder zu überdenken oder vorerst auszusetzen. Zudem verwies die Organisation auf einen Beschluss vom 19. November 2025, der sozial gerechte und transparente Tarifgestaltung einfordert.
Der Seniorenrat argumentiert weiter, dass das Überschreiten von Kommunalgrenzen nicht mit zusätzlichen finanziellen Belastungen verbunden sein dürfe. Ein weiteres zentrales Problem stellt die Umstellung auf rein digitale Ticketlösungen dar. Viele Senioren sind weiterhin auf herkömmliche Methoden angewiesen – etwa Fahrkartenautomaten, Schalterverkauf oder gedruckte Tickets. Der Wegfall dieser Optionen, so die Warnung, würde die Lebensqualität derer mindern, die digitale Systeme nicht nutzen können oder wollen.
Der Rat besteht darauf, dass der öffentliche Nahverkehr für alle zugänglich bleiben muss – unabhängig von digitalen Kompetenzen. Er hat die Behörden aufgefordert, den Ticketverkauf auch über nicht-digitale Kanäle weiterhin zu ermöglichen. Ohne entsprechende Anpassungen befürchtet die Organisation, dass ältere Fahrgäste mit noch größeren finanziellen und praktischen Hürden beim Reisen konfrontiert sein werden.






