Siegen plant nachhaltiges Gewerbegebiet "Martinshardt II" mit 27 Hektar Fläche
Martina SieringSiegen plant nachhaltiges Gewerbegebiet "Martinshardt II" mit 27 Hektar Fläche
Siegen treibt Pläne für neues Gewerbegebiet „Martinshardt II“ voran
In Siegen nehmen die Vorbereitungen für das neue Gewerbegebiet Martinshardt II konkrete Formen an. Das Areal entsteht in der Nähe des bestehenden Gebiets Martinshardt I im Leimbachtal und soll lokale Arbeitsplätze schaffen sowie innovative Unternehmen anziehen. Im Oktober 2025 wird der Stadtrat über den Entwurf beraten – ein entscheidender Schritt für die Weiterentwicklung des Projekts.
Das neue Gewerbegebiet umfasst rund 27 Hektar, etwa die kombinierte Fläche von Martinshardt I und Oberes Leimbachtal. Um den Platz optimal zu nutzen, entstehen neun Plattformen unterschiedlicher Größe, die mit bewehrten Erdkörpern stabilisiert werden. Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt: Geplant sind begrünte Dächer, Fassadenbegrünung und energieeffiziente Heizsysteme.
Bürgermeister Steffen Mues bezeichnet das Vorhaben als „wichtigen Baustein der Siegener Industriepolitik“, der langfristig für ausreichend Gewerbeflächen sorge. Stadtbaurat Henrik Schumann verwies indes auf anstehende Herausforderungen, darunter artenschutzrechtliche Prüfungen, Altbergbau-Gutachten und archäologische Untersuchungen.
Bei einer Zustimmung des Rates soll ab 2026 die Baugenehmigung beantragt werden, gefolgt von zwei Jahren Infrastrukturarbeiten. Ab 2028 könnte das erste Unternehmen mit dem Bau beginnen. Die Nachfrage ist bereits jetzt groß: Interessiert zeigen sich Start-ups, expandierende Betriebe und ansiedlungswillige Unternehmen.
Martinshardt II ist speziell auf mittelständische Unternehmen und eine branchenübergreifende Ansiedlung ausgelegt – stets unter Einhaltung strenger Umweltauflagen. Der Zeitplan hängt von der Ratsentscheidung ab, mit einem möglichen Baubeginn ab 2028. Nach Fertigstellung entsteht so ein moderner, nachhaltiger Wirtschaftsstandort für Siegen.






