Silvesterfeuerwerk: Welche Versicherung zahlt bei Schäden und Verletzungen?
Klaus-Michael JopichSilvesterfeuerwerk: Welche Versicherung zahlt bei Schäden und Verletzungen?
Silvesterfeiern in Deutschland gehen oft mit Feuerwerk einher
Schäden durch Feuerwerk sind in der Regel über bestehende Versicherungen abgedeckt. Wird ein Auto zerkratzt, verbeult oder in Brand gesetzt, übernimmt die Vollkasko- oder Teilkaskoversicherung die Reparaturkosten. Selbst Vandalismus in der Silvesternacht fällt unter den umfassenden Schutz. Hausbesitzer können strukturelle Schäden über die Gebäudeversicherung geltend machen, während die Hausratversicherung für zerstörte Möbel oder Wasserschäden durch Löscharbeiten aufkommt.
Bei Verletzungen hängt die Kostenübernahme davon ab, wer die Schuld trägt. Wird eine Person durch die Fahrlässigkeit eines anderen verletzt, springt dessen private Haftpflichtversicherung für die Arztrechnungen ein. Geht der Unfall jedoch auf den eigenen Umgang mit Feuerwerk zurück, greift die Krankenversicherung. Ist der Verursacher unbekannt, kann eine Unfallversicherung die Ausgaben decken. Deutsche Versicherer verzeichnen zum Jahresende regelmäßig einen Anstieg an brandbedingten Schadensmeldungen – viele davon gehen auf Feuerwerksunfälle zurück, da Raketen und Wunderkerzen oft unbeabsichtigte Schäden anrichten. Lässt sich kein Verantwortlicher ermitteln, müssen Versicherungsnehmer auf den eigenen Schutz zurückgreifen, um die Folgen zu beheben.
Der Jahreswechsel hinterlässt häufig beschädigtes Eigentum und Verletzte durch Feuerwerk. Die meisten Standardversicherungen – ob Kfz-, Hausrat-, Kranken- oder Haftpflichtpolice – beinhalten bereits Schutz für solche Vorfälle. Ein Blick in die eigenen Unterlagen kann jetzt unerwartete Kosten im Nachhinein ersparen.