Smiley-Blitzgerät in Dülmen-Merfeld soll Kinder an Zebrastreifen schützen
Hans-Gerd JunkSmiley-Blitzgerät in Dülmen-Merfeld soll Kinder an Zebrastreifen schützen
Neues Tempobewusstseins-Gerät auf der Rekener Straße in Dülmen-Merfeld
Auf der Rekener Straße in Dülmen-Merfeld ist ein neues Geschwindigkeitsanzeigegerät mit "Lächeln-Effekt" aufgestellt worden. Das sogenannte Smiley-Blitzgerät zeigt Autofahrern, die sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit halten, ein grünes, lächelndes Gesicht an – wer zu schnell fährt, erhält stattdessen ein rotes, missmutiges Symbol. Ziel der Maßnahme ist es, auf einen Fußgängerüberweg aufmerksam zu machen, der häufig von Kindern aus benachbarten Schulen und Kindergärten genutzt wird.
Am 28. Oktober 2023 besuchten die Revierbeamtin Anja Maaßen und die Verkehrsicherheitsberaterin Eva-Maria Gallus den St.-Antonius-Kindergarten. Gemeinsam mit den Kindern üben sie am Überweg das sichere Überqueren der Straße. Die Beamten erklärten die Regeln für die Benutzung von Zebrastreifen und betonten, wie wichtig es ist, von Autofahrern rechtzeitig gesehen zu werden.
Im Anschluss durften die Kinder das Gelernte direkt in der Praxis anwenden: Sie übten, den Verkehr zu beobachten, Blickkontakt mit Fahrern aufzunehmen und abzuwarten, bis die Straße sicher passierbar ist. Zudem wurde ihnen vermittelt, wie sie – besonders bei schlechten Lichtverhältnissen – als Fußgänger oder Radfahrer besser sichtbar bleiben.
Die Polizei im Kreis Coesfeld führt regelmäßig solche Verkehrsicherheitsprogramme durch, und zwar in Kindergärten und Grundschulen der gesamten Region. Damit soll Autofahrern ins Bewusstsein gerufen werden, dass täglich junge Fußgänger diese Überwege nutzen. Geduld und erhöhte Aufmerksamkeit sind dabei entscheidend, da Kinder oft Schwierigkeiten haben, die Geschwindigkeit von Fahrzeugen einzuschätzen oder sich bewegende Autos zwischen parkenden Fahrzeugen zu erkennen.
Das Smiley-Blitzgerät bleibt vor Ort, um Autofahrer zum Langsamerfahren zu motivieren. Durch die Kombination aus technischer Unterstützung und praktischen Übungen hoffen die Verantwortlichen, die Risiken für die jüngsten Verkehrsteilnehmer zu verringern. Die Aktion unterstreicht zudem, dass nur gemeinsames verantwortungsbewusstes Handeln Kinder auf den Straßen sicherer macht.






