Solingen kämpft um Lösungen: Obdachlosigkeit erfordert gemeinsames Handeln aller Fraktionen
Egbert PeukertSolingen kämpft um Lösungen: Obdachlosigkeit erfordert gemeinsames Handeln aller Fraktionen
Obdachlosigkeit in Solingen bleibt ein drängendes Problem – aktuelle Zahlen zur Anzahl der Menschen ohne Unterkunft liegen jedoch nicht vor. Die CDU-Fraktion kritisiert Versorgungslücken, darunter fehlende sichere Übernachtungsmöglichkeiten, Tagesaufenthalte und medizinische Betreuung. Bezirksbürgermeister Marc Westkämper ruft nun vor den entscheidenden Sitzungen in diesem Monat zu gemeinsamem Handeln auf.
Am 17. Februar 2026 reichte die CDU eine offizielle Anfrage an den Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Gemeinschaftsteilhabe ein. Darin wies sie auf das Fehlen niedrigschwelliger Angebote hin – trotz bestehender Notunterkünfte. Seit 2024 gab es weder neue städtische Initiativen noch aktualisierte Statistiken.
Westkämper, Bürgermeister von Ohligs, betont die Dringlichkeit, im Winter Krankheiten oder Todesfälle unter Obdachlosen zu verhindern. Er weist Vorwürfe zurück, seine Unterstützung für den CDU-Antrag stehe in Verbindung mit der Zustimmung der rechtspopulistischen AfD. Stattdessen pocht er auf konstruktive Zusammenarbeit aller politischen Gruppen.
Ein von der CDU organisierter Runder Tisch am 19. Februar soll Lösungsansätze erörtern. Westkämper zeigt sich gesprächsbereit mit allen Fraktionen im Bezirksrat. Sein Argument: Die Hilfe für Obdachlose und die Berücksichtigung der Anwohnerinteressen müssten Hand in Hand gehen.
Die anstehende Sitzung des Bezirksrats Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid am 23. Februar könnte den Weg für ein einheitliches Vorgehen ebnen. Westkämper mahnt gemeinsame Verantwortung an und unterstreicht, dass Dialog und gemeinsames Engagement entscheidend sind, um die Bedingungen zu verbessern.
Mit der CDU-Anfrage und dem geplanten Runden Tisch will die Partei die Unterstützungssysteme in Solingen vorantreiben. Da seit zwei Jahren keine neuen städtischen Maßnahmen bekannt wurden, könnten die Februarsitzungen zeigen, ob eine fraktionsübergreifende Strategie entsteht. Westkämpers Appell zur Zusammenarbeit macht deutlich: Es braucht schnelles Handeln, bevor sich die winterlichen Bedingungen weiter verschärfen.