Solingen revolutioniert Gesundheitswesen mit Kreislaufwirtschafts-Projekt Circular.Care
Klaus-Michael JopichSolingen revolutioniert Gesundheitswesen mit Kreislaufwirtschafts-Projekt Circular.Care
Solingen startet Leuchtturmprojekt Circular.Care.Solingen für nachhaltiges Gesundheitswesen
Solingen hat ein neues Nachhaltigkeitsprojekt mit dem Namen Circular.Care.Solingen ins Leben gerufen, um seinen Gesundheitssektor grundlegend zu transformieren. Die Initiative, die von November 2025 bis Oktober 2028 läuft, zielt darauf ab, Abfälle zu reduzieren, Emissionen zu senken und Kreislaufwirtschaftsprinzipien zu fördern. Es handelt sich um das erste Projekt dieser Art in der Stadt – bisher gab es in den lokalen Krankenhäusern keine vergleichbaren Vorhaben.
An dem Projekt beteiligen sich die Stadtverwaltung, das Städtische Klinikum Solingen sowie das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie. Die Finanzierung erfolgt über EU-Fördermittel und das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen; jeder Partner trägt dabei 10 Prozent der Kosten.
In der ersten Phase steht das Städtische Klinikum Solingen im Mittelpunkt, das jährlich rund 1.000 Tonnen Abfall produziert. Zu den zentralen Zielen gehören die Optimierung des Abfallmanagements, die Einführung nachhaltiger Beschaffungspraktiken sowie die Senkung des Energieverbrauchs und der CO₂-Emissionen. Gleichzeitig soll das Projekt die Beschaffungs- und Entsorgungskosten verringern und die Entwicklung umweltfreundlicherer Produktdesigns vorantreiben.
Neben strukturellen Änderungen werden auch die Mitarbeiter:innen in neue Arbeitsabläufe eingebunden. Später sollen weitere Gesundheitseinrichtungen in der Region zur Teilnahme eingeladen werden. Langfristig strebt das Projekt die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, die Stärkung lokaler Lieferketten und Innovationen im Bereich nachhaltiger Medizintechnik an.
Bis Oktober 2028 erwartet die Initiative messbare Erfolge: weniger Abfall, höhere Recyclingquoten und reduzierte Emissionen im Klinikum. Gelingt das Vorhaben, könnte es als Vorbild für andere Gesundheitsdienstleister in der Region dienen. Im Fokus stehen dabei vor allem praxisnahe Lösungen, die Ressourcen schonen und einen nachhaltigeren Sektor fördern.