Solingen streitet um Gewerbegebiete: Bürger protestieren gegen Flächenverlust

Hans-Gerd Junk
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Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße in Hong Kong, hält Schilder und Plakate, mit Bäumen, gläsernen Gebäuden, Fahrzeugen und Schildern im Hintergrund.Hans-Gerd Junk

Solingen streitet um Gewerbegebiete: Bürger protestieren gegen Flächenverlust

Streit um Flächennutzung in Solingen eskaliert nach Umwidmungsplänen für Gewerbegebiete

In Solingen hat sich der Konflikt um die Nutzung von Freiflächen zugespitzt, nachdem die Stadtverwaltung vorgeschlagen hat, Grünflächen für industrielle Zwecke umzuwidmen. Anwohner, unterstützt von den Grünen, wehren sich mit einer Petition, die innerhalb einer Woche bereits fast 1.900 Unterschriften gesammelt hat. Der Plan, der nun auch von der SPD befürwortet wird, sieht die Ausweisung neuer Gewerbegebiete am Stadtrand vor – darunter ein zehn Hektar großes Feld in der Nähe von Stöcken.

Der Streit begann im Januar, als die SPD ihre bisherige Haltung änderte und die Schaffung neuer Industriezonen unterstützte. Die Partei argumentiert, dass die Erweiterung dieser Gebiete Unternehmen anziehen und bestehenden Betrieben Wachstum ermöglichen werde. Ein Gelände nahe des Wohnviertels von Karola Pasquay in Stöcken ist bereits für die Bebauung vorgesehen; ein Unternehmen steht bereit, dort 50 Arbeitsplätze zu schaffen.

Die Grünen reagierten mit einer Online-Petition unter dem Titel "Stoppt die Versiegelung von Solingens Böden". Innerhalb von nur sechs Tagen unterschrieben fast 1.900 Menschen. Anwohner wie Pasquay lehnen den Verlust von Freiflächen ab, obwohl keine offiziellen Zahlen vorliegen, wie viele brachliegende Gewerbeflächen es in der Stadt derzeit gibt.

Der Stadtrat wird in Kürze über die Planung ändern abzustimmen. Bei einer Zustimmung würde die Umwidmung des Stöckener Feldes – das an ein ehemaliges Sportgelände grenzt – den Weg für Bebauungen ebnen.

Die anstehende Abstimmung wird entscheiden, ob das zehn Hektar große Feld und andere Grünflächen in Gewerbegebiete umgewandelt werden. Sollte der Plan durchkommen, könnten sich Unternehmen ansiedeln, was zwar neue Jobs brächte, aber gleichzeitig Freiflächen reduzieren würde. Das rasante Wachstum der Petition zeigt, wie groß der lokale Widerstand gegen die Pläne ist.

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