Solinger Theaterstreit: Studie unter Agenda-Verdacht – Abrisspläne in der Kritik
Martina SieringSolinger Theaterstreit: Studie unter Agenda-Verdacht – Abrisspläne in der Kritik
Die Stadtratsfraktion SG_zukunft hat scharfe Kritik an einer aktuellen Szenariostudie zur Zukunft des Solinger Theater- und Konzertsaals geübt. Die Studie sei nicht neutral erstellt worden und folge einer vorgegebenen Agenda, lautet der Vorwurf. Zudem warnt die Fraktion davor, den Wert der Spielstätte rein nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu bewerten.
Laut SG_zukunft stützt sich die Untersuchung maßgeblich auf Daten der Stadtverwaltung und der Feuerwehr – was Zweifel an ihrer Unabhängigkeit aufkommen lässt. Die Fraktion wirft der Studie vor, mit einem vorab feststehenden Ergebnis in Auftrag gegeben worden zu sein.
Die Gruppe lehnt Pläne ab, das Theater und den Konzertsaal abzureißen, um Platz für eine neue Feuer- und Rettungswache zu schaffen. Bedenken gibt es unter anderem wegen der Verkehrsprobleme am vorgesehenen Standort sowie der ökologischen Folgen eines Abrisses, etwa durch das im Bauwerk gebundene CO₂ und einen unterirdischen Bunker. Zudem werden die Kostenschätzungen infrage gestellt – mit Verweis auf frühere Ungenauigkeiten beim Projekt der Feuerwache Ohligs.
In den kommenden Tagen werden die politischen Gremien der Stadt über die Zukunft der Spielstätte beraten. SG_zukunft hat angekündigt, sich für eine gründlichere und transparentere Diskussion einzusetzen. Die Fraktion bleibt entschieden gegen einen Abriss und wird die Ergebnisse der Studie weiter hinterfragen. Sie besteht darauf, dass neben wirtschaftlichen auch kulturelle Aspekte berücksichtigt werden müssen. Die Debatte um die Zukunft des Theater- und Konzertsaals wird in der lokalen Politik weiter an Fahrt aufnehmen.
