30 January 2026, 08:43

SPD in Solingen ändert Kurs: Gewerbeflächen sollen nun doch ausgebaut werden

Ein detailliertes altes Stadtplan von Hofhegenberg, Deutschland, mit Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten, umgeben von einem schwarzen Rand.

SPD in Solingen ändert Kurs: Gewerbeflächen sollen nun doch ausgebaut werden

Die FDP in Solingen begrüßt einen Kurswechsel in der Stadtpolitik, nachdem die SPD ihre Haltung zur gewerblichen Flächenentwicklung revidiert hat. Noch vor weniger als einem Jahr hatten SPD, Grüne und Linke Pläne für wichtige Gewerbegebiete blockiert. Nun unterstützt die SPD die Erweiterung von Gebieten wie Fürkeltrath II und Schrodtberg und zieht auch Piepersberg-West für eine künftige Nutzung in Betracht.

Der Wandel folgt der Verabschiedung des Solinger Masterplans für Arbeit und Wirtschaft, der diese Standorte zunächst ausgeschlossen hatte. Die FDP, angeführt von der Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat, Nina Brattig, hatte die frühere Linie lange als realitätsfremd und schädlich für die Wirtschaftsperspektiven der Stadt kritisiert. Sie argumentierte, Solingen brauche eine stabile, unternehmensfreundliche Flächenpolitik, um Arbeitsplätze zu sichern, Investitionen anzuziehen und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Die FDP sieht in der Kehrtwende der SPD nun einen Beleg für die Notwendigkeit langfristiger Planungssicherheit bei Gewerbeflächen. Sie drängt auf eine konsequente, wirtschaftsfreundliche Ausrichtung in der künftigen Stadtplanung. Ein zentraler Standort, Buschfeld, bleibt für die FDP Priorität – sie fordert, ihn als Reserve für gewerbliche Ansiedlungen zu erhalten.

Brattigs Fraktion pocht darauf, die neue Politik zügig umzusetzen. Zuverlässige Gewerbegebiete seien entscheidend für die wirtschaftliche Zukunft Solingens, betonen sie.

Die aktualisierte Position der SPD entspricht den langjährigen Forderungen der FDP nach wirtschaftlichem Wachstum. Sollte der Plan vollständig umgesetzt werden, könnten in Solingen neue Gewerbeflächen erschlossen werden. Der Schritt könnte zudem ein breiteres Umdenken signalisieren, wie die Stadt künftig wirtschaftliche Entwicklung mit anderen Prioritäten in Einklang bringt.