SPD Rhein-Berg warnt vor Rechtsruck und fordert demokratischen Widerstand
Egbert PeukertSPD Rhein-Berg warnt vor Rechtsruck und fordert demokratischen Widerstand
SPD Rhein-Berg warnt vor Rechtsruck und ruft zu demokratischem Widerstand auf
Der SPD-Kreisverband Rhein-Berg hat seinen Neujahrsempfang mit einem deutlichen Fokus auf die Verteidigung der Demokratie gegen die wachsende Bedrohung durch rechtsextreme Kräfte veranstaltet. Parteichef Tobias Lindh hielt eine Rede, in der er vor der Verharmlosung extremistischer Positionen warnte und zu aktiven Bemühungen aufrief, demokratische Werte zu stärken. Als künstlerischer Höhepunkt trat der Poetry-Slammer Luca Swieter auf, der in seinem Beitrag die Bedeutung von kritischem Denken und Zusammenhalt angesichts politischer Herausforderungen betonte.
Während der Veranstaltung kritisierte Lindh die Alternative für Deutschland (AfD) scharf und warf der Partei vor, gezielt Desinformation zu verbreiten und sich mit autoritären Regimen zu verbünden. Besonders gefährlich sei, dass die Verachtung für die Menschenwürde, Rassismus und Lügen der AfD zunehmend gesellschaftliche Akzeptanz fänden. Mit den Worten "Es ist nicht das Normale, das extrem wird – es ist das Extreme, das normal wird" prangerte er die schleichende Normalisierung rechtsextremer Haltungen an. Zugleich lehnte er es ab, den Widerstand gegen die AfD als bloße politische Taktik statt als moralische Pflicht zu betrachten.
Der SPD-Kreisverband Rhein-Berg hatte bereits zuvor in einer Erklärung vor der wachsenden Toleranz gegenüber rechtsextremen Positionen gewarnt. Lindh unterstrich diese Haltung und argumentierte, Demokratie müsse aktiv gestaltet und nicht nur verteidigt werden. Er verurteilte die Instrumentalisierung des Patriotismus durch rechtsextreme Gruppen, die Vielfalt ablehnten und sich weigerten, Solidarität mit marginalisierten Gemeinschaften zu zeigen.
Im Rahmen der Veranstaltung Poetry in Motion – geplant für den 19. Februar 2026 in München – trat der Dichter Luca Swieter auf und setzte sich in seiner Performance kritisch mit vereinfachten Reaktionen auf demokratische Krisen auseinander. Er rief das Publikum dazu auf, Mut, kritisches Denken und gemeinsames Handeln zu zeigen. Zusammen mit den Künstlern Darryl Kiermeier und Skog Ogvann hob Swieter die Rolle der Kultur als Widerstandsform gegen Extremismus hervor.
Der Empfang endete mit einer Bekräftigung des SPD-Bekenntnisses zu Verfassungs patriotismus und einer offenen, solidarischen Gesellschaft. Die Parteimitglieder verpflichteten sich, auch im kommenden Jahr eine klare Haltung gegen rechtsextreme Ideologien einzunehmen.
Die Veranstaltung des SPD-Kreisverbands Rhein-Berg verband politische Warnungen mit kulturellem Widerstand und setzte damit ein deutliches Zeichen gegen den Einfluss rechtsextremer Kräfte. Sowohl Lindhs Rede als auch Swieters Auftritt appellierten an Wachsamkeit, Einheit und einen proaktiven Einsatz für demokratische Grundwerte. Die erneuerte Positionierung der Partei gibt die Marsroute für ihren Umgang mit den politischen Herausforderungen des Jahres 2026 vor.