Stadt kämpft mit 123-Millionen-Defizit und verschärft Haushaltskontrollen
Hans-Gerd JunkStadt kämpft mit 123-Millionen-Defizit und verschärft Haushaltskontrollen
Die finanzielle Lage der Stadt hat sich weiter verschärft – das Defizit beläuft sich mittlerweile auf über 123 Millionen Euro. Wie aus einer aktuellen Pressemitteilung des Amts für Presse und Kommunikation hervorgeht, nehmen die Herausforderungen zu, darunter steigende Ausgaben und höhere Personalkosten.
Ursache für die Haushaltslücke sind gestiegene Pflichtausgaben sowie ein deutlicher Anstieg der Kosten. Allein die Personalkosten sind um rund 38 Millionen Euro gestiegen. Besonders betroffen sind die beiden Bereiche "Jugend, Bildung und Kultur" sowie "Soziales, Arbeit und Gesundheit", die mit Überschreitungen von über 75 Millionen beziehungsweise 15 Millionen Euro zu Buche schlagen.
Um die Krise einzudämmen, setzt die Verwaltung nun auf strengere Haushaltskontrollen. Jede Ausgabe über 5.000 Euro muss künftig vorab genehmigt werden. Mit diesen Maßnahmen soll eine zwangsweise Haushaltssicherung nach Paragraf 76 der Gemeindeordnung verhindert werden. Zudem bleibt die Einstellungsperre für Verwaltungsstellen bis zum 30. April 2025 bestehen.
Ohne Gegensteuer drohen der Stadt noch schärfere finanzielle Einschränkungen. Der Fokus liegt derzeit auf Ausgabenkürzungen, um den Haushalt zu stabilisieren. Ob weitere Einschnitte oder Anpassungen nötig werden, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.






