Stammzellspende: Wie 12 Millionen Spender Leben retten können
Stammzellspenden haben in den letzten 30 Jahren enorme Fortschritte gemacht. Noch vor wenigen Jahrzehnten kaum ein Thema, gibt es heute weltweit über 12 Millionen registrierte potenzielle Spenderinnen und Spender. Auch der Prozess der Registrierung ist deutlich einfacher geworden – mit Online-Anmeldung und kostenlosem Versand der Testsets.
Vor 30 Jahren wussten nur wenige Menschen über Stammzellspenden Bescheid. Heute ist das Verfahren bekannt und wird breit unterstützt. Rund 90 Prozent der Spenden erfolgen mittlerweile über die Entnahme von Stammzellen aus dem peripheren Blut – ein etabliertes medizinisches Standardverfahren.
DKMS hat diese Entwicklung maßgeblich vorangetrieben. Die Organisation hat die Registrierung vereinfacht und damit den Zugang erleichtert. Zudem ist das Bewusstsein für die genetische Vielfalt in den Spenderdateien gewachsen – auch wenn hier noch Handlungsbedarf besteht.
Vanessa Nisanat Knauer engagiert sich seit Jahren in diesem Bereich. Vier Jahre lang arbeitete sie als studentische Hilfskraft in der Unternehmenskommunikation von DKMS. Davor sammelte sie drei Jahre Spenden für Ärzte ohne Grenzen. Aktuell studiert sie Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität zu Köln.
Ihre Arbeit hat ihr gezeigt, wie groß die Bereitschaft junger Menschen ist, anderen zu helfen. Dieses Engagement von Spenderinnen, Spendern und Kolleginnen hält die Solidarität in diesem Bereich lebendig. Die Zahl der registrierten Spender steigt weiter an – mittlerweile sind es über 12 Millionen. Vereinfachte Anmeldung und medizinischer Fortschritt machen Spenden heute praktikabler denn je. Für Vanessa Nisanat Knauer ist es die Hingabe der jungen Spendergeneration, die Hoffnung für die Zukunft der Stammzellspende gibt.
