11 February 2026, 08:51

Steuerfahnder durchsuchen 7.000 Influencer in NRW wegen Verdachts auf Hinterziehung

Ein altes deutsches Auslandsdarlehen aus dem Jahr 1924 mit einem Porträt einer Frau, Text und Zahlen, die die Nennwertangabe angeben.

Steuerfahnder durchleuchten 7.000 Influencer in NRW - Steuerfahnder durchsuchen 7.000 Influencer in NRW wegen Verdachts auf Hinterziehung

Steuerfahnder in Nordrhein-Westfalen leiten Großrazzia gegen Influencer ein

Die Steuerbehörden in Nordrhein-Westfalen haben eine umfangreiche Untersuchung zu möglicher Steuerhinterziehung durch Influencer eingeleitet. Über 7.000 Personen stehen nun im Fokus der Ermittler, nachdem Beamte einen großen Datensatz von Social-Media-Plattformen ausgewertet haben. Aufgrund der hohen Fallzahl könnte sich das Prüfverfahren über einen längeren Zeitraum hinziehen.

Das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität (LBF NRW) hat die Daten analysiert und tausende Influencer aus der Region identifiziert. Jeder Einzelfall wird nun darauf überprüft, ob Steuern korrekt deklariert und abgeführt wurden.

Auslöser für die Ermittlungen ist ein Datensatz mit rund 6.000 Einträgen zu Influencern. Bereits unabhängig von dieser neuen Welle laufen in Nordrhein-Westfalen etwa 200 Strafverfahren. Während andere Bundesländer ähnlich vorgehen, liegen bisher keine bundesweiten Zahlen vor.

Wie viele Influencer deutschlandweit überprüft werden, gaben die Behörden nicht bekannt. Im Mittelpunkt steht die Überprüfung der finanziellen Unterlagen sowie die Einhaltung der Steuergesetze.

Die Untersuchung unterstreicht die zunehmende Kontrolle von Influencer-Einnahmen in Deutschland. Mit über 7.000 Fällen allein in Nordrhein-Westfalen wird das Verfahren Zeit in Anspruch nehmen. Die Beamten werden weiterhin Akten prüfen, um zu entscheiden, ob weitere Schritte notwendig sind.