Straßenprojekte 2026: Genehmigungen, Stopp und Personalmangel im Verkehrsgremium
Klaus-Michael JopichStraßenprojekte 2026: Genehmigungen, Stopp und Personalmangel im Verkehrsgremium
Ausschuss für Mobilität und Verkehr debattiert aktuelle und geplante Straßenprojekte
In seiner jüngsten Sitzung bewertete der Ausschuss für Mobilität und Verkehr laufende und anstehende Straßenbauvorhaben. Zentrale Beschlüsse umfassten Genehmigungen, Verzögerungen sowie Rücknahmen – geprägt von Personalmangel und gerichtlichen Entscheidungen. Insgesamt wurden 34 Projekte für das Jahr 2026 im Rahmen des Maßnahmenprogramms 2026–2028 freigegeben.
Obwohl das Maßnahmenprogramm für den Zeitraum 2026–2028 grundsätzlich gebilligt wurde, sind vorerst nur die Vorhaben für 2026 final beschlossen. Dazu zählen die Sanierungsarbeiten an der Leverkuser Straße, die erst in der zweiten Jahreshälfte 2027 beginnen und für die bereits Baustellenplanungen in diesem Zeitraum vorgesehen sind.
Radwegprojekt in Refrath gestoppt Das geplante Radwegvorhaben am Hasenweg in Refrath wurde eingestellt. Das Verwaltungsgericht Köln urteilte gegen das Projekt mit der Begründung, die Verkehrsuntersuchungen seien unzureichend. In der Folge müssen nun bereits umgesetzte Maßnahmen zurückgebaut werden.
Personalengpässe bremsen Fortschritte aus Die anhaltenden Personalknappheiten führen zu weiteren Rückschlägen. Durch Stellenstreichungen und Personalmangel ist nur noch eine einzige Fachkraft für die statische Verkehrssteuerung verfügbar, was zu Verzögerungen bei nicht dringenden Aufgaben führt. Auch Instandhaltungsprojekte im Straßenbau leiden unter dem akuten Personalmangel.
Die CDU schlug Verbesserungen für die Lkw-Zufahrt auf der Straße „Auf der Kaule“ in Refrath vor. Der Plan sieht eine Verbreiterung der Fahrbahn sowie die Aufhebung der Einbahnstraßenregelung vor. Gleichzeitig müssen nun auf beiden Seiten der Paffrather Straße – zwischen Reuterstraße und Stationsstraße – geschützte Radwege eingerichtet werden.
Um mögliche Lücken im Schienenersatzverkehr der S11 zu schließen, bewilligte der Ausschuss 200.000 Euro aus dem städtischen Notfalltopf.
Gemischte Bilanz: Fortschritte und Rückschläge Die Sitzung endete mit einer ambivalenten Bilanz: Zwar wurden 34 Projekte für 2026 genehmigt, doch Personalmangel und rechtliche Hürden blockieren zentrale Vorhaben. Die Notfallfinanzierung für den S11-Ersatzverkehr soll Ausfälle verhindern, doch Verzögerungen bei Straßeninstandhaltung und Radwegprojekten bleiben vorerst ungelöst.






