Tagebau Garzweiler nimmt Betrieb nach Verdacht auf illegale Abfallentsorgung wieder auf
Egbert PeukertWiederaufnahme der Abfallentsorgung im Tagebau Garzweiler genehmigt - Tagebau Garzweiler nimmt Betrieb nach Verdacht auf illegale Abfallentsorgung wieder auf
Im Tagebau Garzweiler sind die Arbeiten nach einer vorübergehenden Unterbrechung wegen des Verdachts auf illegale Abfallentsorgung wieder aufgenommen worden. Die Bezirksregierung Arnsberg gab nach einer gründlichen Prüfung der Lage grünes Licht für die Fortsetzung des Betriebs.
Die Mine war stillgelegt worden, nachdem der Verdacht aufgekommen war, dass belastete Erde illegal auf dem Gelände abgelagert worden sein könnte. Später kamen Fachgutachten jedoch zu dem Schluss, dass etwaige festgestellte Verunreinigungen nur geringfügig waren. Zudem fanden die Experten keine klaren Beweise dafür, dass Fremdmaterial in den Tagebau gekippt worden war.
Die Behörden räumten ein, dass eine zufällige Probenentnahme ohne genaue Angaben zu möglichen Ablagerungsorten auf dem riesigen Gelände kaum belastete Erde aufspüren könnte. Daher werden vorerst keine weiteren Ermittlungen durchgeführt – es sei denn, die laufenden staatsanwaltschaftlichen Untersuchungen fördern neue Beweise zutage.
Die Zentrale Sonderstaatsanwaltschaft für Umweltkriminalität in Dortmund bleibt in den Fall eingebunden. Parallel wird ein Grundwassermonitoringsystem eingeführt, um mögliche Verunreinigungen frühzeitig zu erkennen.
Die Verfüllungsarbeiten im Tagebau wurden inzwischen unter behördlicher Genehmigung wiederaufgenommen. Überwachungsmaßnahmen bleiben bestehen, um die Umweltverträglichkeit zu gewährleisten. Der Fall selbst bleibt jedoch offen, da die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen fortsetzt.






